Satirepartei zieht ins Lübecker Parlament

28. Mai 2013, 17:25
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Mandatar von "Die Partei" könnte über Lübecker Regierung entscheiden

Berlin/Lübeck – In Deutschland ist es der seit neun Jahren bestehenden Satirepartei "Die Partei" erstmals gelungen, einen Sitz in einem Parlament zu ergattern. Am Wochenende bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein errang die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" , wie die Bewegung von Ex-Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn heißt, in Lübeck 1,3 Prozent der Stimmen (813 Wähler).

Da es bei der Kommunalwahl keine Fünf-Prozent-Hürde gab, zieht nun Bastian Langbehn ins Lübecker Stadtparlament ein. Der 30-Jährige, der Spraydosen für Graffiti verkauft, wird auch gleich von den etablierten Parteien hofiert. Denn originellerweise gibt es im Stadtparlament ein Patt zwischen dem rot-grünen und dem schwarz-gelben Lager.

Jeder Seite fehlt eine Stimme für die Mehrheit. Langbehn könnte das Zünglein an der Waage sein. Er hat sich im Wahlkampf als Goldhamster verkleidet und gefordert, alle Bahnhöfe Schleswig-Holsteins nach dem Vorbild von Stuttgart 21 unter die Erde zu legen. (bau/DER STANDARD, 29.5.2013)

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