Immobilien-Aufwärtstrend "merklich gedämpft"

28. Mai 2013, 17:01
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Der Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen hat sich 2012 verlangsamt. Die regionalen Unterschiede sind aber groß

Wien - Die freien Mieten sind 2012 im Österreich-Schnitt um 3,5 Prozent gestiegen - bei einer Inflationsrate von 2,4 Prozent. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind aber beträchtlich, zeigt der am Dienstag veröffentlichte Immobilienspiegel der Wirtschaftskammer. In Tirol gab es nur einen Zuwachs um gut ein Prozent, in Vorarlberg waren es hingegen fast sechs Prozent (siehe Grafik). Am günstigsten sind die Mieten nun in Kärnten (5,65 Euro/m2) und der Steiermark (5,66 Euro/m2), am höchsten sind sie wie üblich in Wien (9,11 Euro).

Insgesamt haben sich Preise für Immobilien zwar weiter erhöht, der Aufwärtstrend war aber "merklich gedämpft", hält Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer, fest.

"Groß angelegte Reform" erhofft

Malloth hofft auf eine "groß angelegte Wohnrechtsreform" nach der Nationalratswahl im Herbst. Eine "Schnellschuss-Aktion" vor dem Sommer würde hingegen "erheblichen Schaden für den Immobilienstandort Österreich nach sich ziehen". Derzeit laufe die Debatte zum Thema leistbares Wohnen nicht auf einer Sachebene, sondern "sehr emotional auf Basis vereinzelter Spitzenwerte. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen" , so Malloth. Es fehle der Hinweis auf ein angemessenes Preis-Leistungs- Verhältnis. Bei der Entwicklung der Mieten werde die ständig steigende Qualität in der Ausstattung viel zu wenig berücksichtigt, meint Malloth.

Neue Eigentumswohnungen waren als Geldanlage 2012 weiter sehr beliebt. In Wien, dem teuersten Pflaster, sind die Preise wie schon 2011 um mehr als neun Prozent gestiegen.

Im Burgenland gingen die Preise sogar minimal (0,02 Prozent) auf 1580 Euro pro m2 zurück. Bei Reihenhäusern ist Salzburg mit 2500 Euro/m2 am teuersten, der Anstieg betrug 6,94 Prozent. Wien holt in dieser Kategorie auf, Reihenhäuser wurden um 8,58 Prozent teurer und kosten nun 2450 Euro. Am günstigsten sind sie in der Steiermark mit 1205 Euro. (APA, red, DER STANDARD; 29.5.2013)

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