Ubuntu-Gründer Shuttleworth: "Windows 8 hat die richtige Vision"

28. Mai 2013, 17:04
143 Postings

Microsoft sei aber mit Release gestolpert - Hält an Ziel für 200 Millionen NutzerInnen 2015 fest

In einem Chat hat sich Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth den Fragen der Community gestellt - und dabei neben diversen technischen Details auch freundliche Worte für die Konkurrenz gefunden. So weiß Shuttleworth die aktuellen Bemühungen von Microsoft durchaus zu schätzen, wie OMGUbuntu überliefert.

Fehler

Windows 8 sei eine mutige Wahl, die Vision der Konvergenz die richtige. Allerdings sei Microsoft bei der Ausführung "gestolpert". Der Desktop sei zu sehr in der Vergangenheit verhaftet, während die Tablet-Oberfläche zu weit in den Vordergrund gerückt sei. Das Rennen habe aber erst begonnen.

Umbau

Einige der Fragen drehten sich konkret um die anstehenden Umbauten für die Desktop-Ausgabe von Ubuntu - immerhin soll diese technologisch mit Ubuntu Touch - also der Version für Smartphones und Tablets - zusammengeführt werden. So wurden  Zweifel artikuliert, dass es sonderlich schlau sei, das neue Unity 8 - so wie es der aktuelle Zeitplan vorsieht - ausgerechnet mit Ubuntu 14.04 einzuführen und damit mit einer Long-Term-Support-Release. Shuttleworth beantwortet dies, indem er darauf verweist, dass man bei etwaigen Problemen noch immer das aktuelle Unity 7 weiterverwenden könne, das auch stetig weiter verbessert werde.

Verhältnisse

Zum Verhältnis zu den eingesessenen Linux-Desktops betont der Ubuntu-Gründer, dass dieses sowohl "großartig" als auch "furchtbar" sei. Es komme immer auf die Individuen an. Shuttleworth hofft jedenfalls, dass man in der Zukunft weiter als "Anker" für gemeinsame Standards agieren könne, wie es schon bei den "Indicators" der Fall gewesen sei (die auch von KDE verwendet werden).

200 Millionen

Das vor zwei Jahren vorgegebene Ziel bis zum Jahr 2015 200 Millionen Ubuntu-NutzerInnen zu haben, behält Shuttleworth aufrecht. Diese - äußerst ambitionierte - Zahl sei aber nur mit mobilen Geräten möglich, entsprechend setze man hier auch verstärkt den Fokus. (red, derStandard.at, 28.05.13)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth.

Share if you care.