Kunstsammlungen Chemnitz geben geraubtes Gemälde zurück

28. Mai 2013, 13:52
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"Am Klavier" von Fritz Schider: Im Mai 2012 ist das Bild endgültig als ein Werk identifiziert worden, das mindestens seit 1929 zur Sammlung Goldschmidts gehört hat

Chemnitz - Ein von den Nazis geraubtes Bild der Kunstsammlungen Chemnitz wird jetzt den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben. Das Gemälde "Am Klavier", das 1866 von dem in Salzburg geborenen Maler Fritz Schider (1846-1907) geschaffen wurde, gehörte zur Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt aus Berlin, teilten die Kunstsammlungen am Dienstag mit. Dieser floh 1933 vor den Nazis über die Schweiz in die USA. Das Bild wurde beschlagnahmt. Die Stadt Chemnitz zahlte dafür 1941 bei einer Auktion 23.000 Reichsmark. Bis nach Kriegsende 1945 hing es im Gästehaus der Stadt in Forchheim im Erzgebirge.

Im Mai 2012 sei das Bild endgültig als ein Werk identifiziert worden, das mindestens seit 1929 zur Sammlung Goldschmidts gehört hat, hieß es. Anfang nächster Woche soll es einem Vertreter der Erben aus den USA, einem Enkel, übergeben werden. (APA, 28.5.2013)

 

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