PayPal will Belohnung für gefundenen Bug nicht zahlen

28. Mai 2013, 13:40
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Teenager hat zuvor einen Bug auf der Website des Zahlungsanbieters gefunden

Das PayPal Bug Bounty Program sieht vor, Belohnungen an jene auszuzahlen, die Bugs und Sicherheitslücken bei dem Zahlungsanbieter finden. Ein 17-jähriger Schüler aus Deutschland hat mitgemacht und nun eine Abfuhr von PayPal erhalten.

Keine Altersbeschränkung in den Richtlinien

Der 17-jährige Robert Kugler hat laut Angaben von "PC World" am 19. Mai PayPal über einen Bug auf deren Website aufgeklärt. Da er aber noch nicht 18 Jahre alt ist, steht ihm eine Belohnung im Rahmen des Programms laut PayPal nicht zu. Zwar werden in den Richtlinien zu dem Programm einige Details geklärt, eine Altersbeschränkung ist dort aber nicht zu finden.

Etliche Bugs entdeckt

Auch andere Unternehmen vergeben Belohnungen für gefundene Bugs: Bei Facebook sind es mindestens 500 US-Dollar, bei Google – je nach Bug – zwischen 100 und 20.000 US-Dollar. Bei beiden Unternehmen gibt es keine Grenzen bezüglich des Alters. Microsoft führt die Entdecker von Bugs in einer Liste an – auch hier beteiligte sich Kugler bereits. Er habe schon Belohnungen von Mozilla für das Finden eines Bugs im Firefox-Browser und für einen anderen Bug erhalten – insgesamt 4.500 Dollar.

Öffentliche Anerkennung

Wer einen Bug bei PayPal findet und belohnt werden will, muss über einen Account bei dem Zahlungsanbieter verfügen. Kugler hat das PayPal-Team gebeten, das Geld an den Account seiner Eltern zu überweisen. Er selbst nimmt die Abfuhr gelassen, würde sich aber wünschen, dass man seinen Fund öffentlich anerkennt, damit er diesen dann in seinem Lebenslauf verwenden kann. Von PayPal selbst gibt es noch keine Stellungnahme zu dem Vorfall. (red, derStandard.at, 28.5.2013)

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PC World

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    PayPal will den Schüler nicht belohnen, weil er noch nicht 18 ist

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