Lenovo will ab 2014 Smartphones in Westeuropa verkaufen

    28. Mai 2013, 10:11
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    Heuer will der chinesische Computerhersteller in Afrika und im Mittleren Osten einsteigen

    Der Wettbewerb im bereits hart umkämpften Smartphone-Geschäft in Westeuropa wird sich im kommenden Jahr weiter verschärfen: Der chinesische Konzern Lenovo will seine Computer-Handys auch hier verkaufen.

    Westeuropa erst später

    Der chinesische Computerhersteller Lenovo bereitet für kommendes Jahr den Einstieg in den westeuropäischen Smartphone-Markt vor. Im Juni seien zunächst Afrika und der Mittlere Osten dran, Westeuropa werde heuer nicht mehr folgen, sagte der zuständige Lenovo-Manager Gianfranco Lanci der dpa.

    Verträge mit Telekomkonzernen

    Das Geschäft in Westeuropa sei von hohen Subventionen der Mobilfunkanbieter geprägt, während man in Afrika oder Russland die Handys über den Einzelhandel verkaufe. "In Westeuropa muss man in jedem Land Verträge mit den Telekomkonzernen abschließen und die Geräte für sie entsprechend anpassen", erläuterte Lanci. Daran arbeite Lenovo derzeit im Hintergrund. Obwohl das Unternehmen derzeit nur Android-Geräte im Programm habe, werde es definitiv auch Modelle mit Microsofts Windows Phone geben.

    Desktop-Rechner

    Im Geschäft mit Personal Computern ist Lenovo dabei, den langjährigen Branchenführer Hewlett-Packard an der Spitze abzulösen. "Ich rechne damit, dass wir schon bald und noch in diesem Jahr die neue Nummer eins sein werden", sagte der frühere Acer-Chef Lanci, der bei Lenovo jetzt das Geschäft in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten verantwortet. Während der gesamte Markt mit Notebooks und Desktop-Rechner derzeit stark schrumpft, steigert Lenovo den Absatz deutlich. Lanci führt das auf die richtige Modellpalette mit Hybrid-Modellen, die als Mischung aus Notebook und Tablet angelegt sind.

    Windows 8

    Entsprechend will er sich auch nicht der Kritik am neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 anschließen, dem einige Marktforscher die Mitschuld am Einbruch des PC-Geschäfts geben. "Wir sind mit Windows 8 sehr zufrieden", sagte der Lenovo-Manager. Für den Verbraucher sei es auf Geräten mit berührungsempfindlichen Bildschirmen eine deutliche Verbesserung bei der Bedienung. "Ohne Touchscreens bleiben allerdings die neuen Möglichkeiten ungenutzt." (APA, 28.5.2013)

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