Monfils überwindet Berdych

27. Mai 2013, 21:49
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Favorisierter Tscheche musste sich nach Marathon-Match französischem Lokalmatador geschlagen geben - Nadal mit Überstunden - Ukrainer Stachowski setzte auf Fotobeweis

Paris - Erster Favoritensturz bei den French Open: Tomas Berdych, Daviscup-Sieger und Weltranglistensechster aus Tschechien, scheiterte beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt bereits in der ersten Runde. Berdych unterlag am Montag dem französischen Publikumsliebling Gaël Monfils nach 4:03 Stunden 6:7 (8:10), 4:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:4), 5:7. Sein bestes Resultat hatte Berdych in Paris im Jahr 2010 erzielt, als er das Halbfinale erreichte.

Monfils ist nach zahlreichen Verletzungen bis auf Platz 81 der Weltrangliste abgerutscht. Im Jahr 2008 stand der heute 26-Jährige in Roland Garros bereits im Halbfinale, scheiterte damals jedoch am Schweizer Roger Federer.

Titelverteidiger Rafael Nadal hatte zum Auftakt auch mehr Mühe als erwartet. Der Deutsche Daniel Brands, in Paris bisher noch nie über die Auftaktpartie hinausgekommener Deutscher, ärgerte den Favoriten auf dem Centre Court fast drei Stunden lang, ehe Nadal mit 4:6,7:6(4),6:4,6:3 die Oberhand behielt. Sogar eine 2:0-Satzführung für den Außenseiter schien möglich, als Brands im Tiebreak 3:0 vorne lag. "Das war eine sehr brenzlige Situation. Er hat unglaublich gespielt, ich habe nur noch versucht, mein Spiel zu finden. Er hat unglaubliche Schläge gezeigt", gab Nadal zu.

Maria Scharapowa, Nadals Pendant bei den Frauen, nahm ihre erste Hürde dagegen souverän. Die Weltranglistenzweite aus Russland setzte sich nach 54 Minuten 6:2, 6:1 gegen Hsieh Su-Wei (Taiwan) durch und trifft nun auf Eugenie Bouchard (Kanada).

Für die außergewöhnlichsten Vorgang des Tages sorgte der Ukrainer Sergej Stachowski. Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung während seines Matches gegen Richard Gasquet fotografierte Stachowski nach einem Out-Ruf den Ballabdruck, weil er der Meinung war, die Filzkugel habe die Linie noch berührt. Dies ist auf den roten Sandplätzen gut zu sehen, einen Videobeweis gibt es in Paris jedoch nicht.

Die Nummer 101. der Weltrangliste kündigte an, sich mit dem Bild beim Oberschiedsrichter zu beschweren. "Ich erwarte jetzt eine Strafe. Also werde ich kämpfen", so Stachowski. Gasquet, der klare Sieger in drei Sätzen, nahm die Aktion im Stade Suzanne Lenglen gelassen hin: "Er ist ein lustiger Typ. Natürlich ist das ungewöhnlich, aber ich verstehe, dass er frustriert ist." (red/sid/APA - 27.5. 2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Sergej Stachowski bei der Beweisaufnahme.

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