ORF: Mehr für Mitarbeiter, weniger Mächte

27. Mai 2013, 18:33
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Regelung für Freie, Sparpläne

Wien - Am Dienstag wollen ORF und Betriebsrat aufgebesserte Honorarregeln für freie Mitarbeiter unterzeichnen. Nach dem Wochenende, am Montag und Dienstag, berät die ORF-Führung, wo sie spart.

Grundlinie der ORF-Führung für Freie: vornehmlich lohnsteuerpflichtige Honorare und nicht wie bisher willkürlich abwechselnd mit Honoraren ohne Sozialversicherungsbeiträge. Prüft die Krankenkasse, ist die Lohnsteuervariante für das Unternehmen weniger heikel. Kolportiert werden höhere Honorare für die bisher prekär Beschäftigten - an die zehn Prozent.

In die Gegenrichtung rechnet die ORF-Führung am Montag und Dienstag in Reichenau an der Rax. In einer Klausur will sie festlegen, welche Sparmaßnahmen für 2014 sie den Stiftungsräten am 20. Juni vorlegt. Gesamtvolumen: bis zu 70 Millionen Euro, 30 Millionen davon gilt die Republik vorerst nicht mehr für Gebührenbefreiungen ab.

Im Landesstudio Kärnten endet deshalb wie berichtet die Talksendung "Treffpunkt". Für die schon stark gekürzte zeitgeschichtliche Dokureihe "Menschen & Mächte" werden nur noch drei finanzierte Produktionen 2014 kolportiert. Der ORF verneint diese Zahl; zudem gebe es in der Zeitgeschichte noch "Universum History" und 2014 15 Termine zum Ersten Weltkrieg, darunter die ORF-Beteiligung am Arte-Mehrteiler über Tagebücher aus dem Krieg. (red, DER STANDARD, 28.5.2013)

Update: Einigung über Honorare für ORF-Freie: Erhöhung der Mindesttarife um acht bis zwölf Prozent

  • Diesen Mittwoch doch noch "Menschen und Mächte" über den "Kampfplatz" Wien-Favoriten.
    foto: orf/peter liska

    Diesen Mittwoch doch noch "Menschen und Mächte" über den "Kampfplatz" Wien-Favoriten.

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