EU-Behörde: Insektizid Fipronil gefährdet Bienen

27. Mai 2013, 17:57
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EFSA stellt hohes akutes Risiko für Honigbienen bei Einsatz von Fipronil zur Saatgutbehandlung von Mais fest

Wien - Das Insektizid Fipronil stellt ein hohes akutes Risiko für Honigbienen dar, wenn es zur Saatgutbehandlung von Mais eingesetzt wird. Das ist die Schlussfolgerung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem Bericht, der auf Anfrage der Europäischen Kommission erstellt worden ist. Das veröffentlichte die Behörde am Montag auf ihrer Homepage.

Die EFSA war ersucht worden, eine Risikobewertung von Fipronil vorzunehmen - unter besonderer Berücksichtigung der akuten und chronischen Auswirkungen auf das Überleben und die Entwicklung von Bienenvölkern sowie der Wirkungen subletaler Dosen auf die Sterblichkeit und das Verhalten von Bienen. Die Behörde kam zum Ergebnis, dass Fipronil ein hohes akutes Risiko für Honigbienen darstellt, wenn es zur Saatgutbehandlung von Mais eingesetzt wird. Bezüglich der Behandlung anderer Kulturen mit Fipronil räumte die EFSA ein, dass sie aufgrund von Datenlücken nicht in der Lage war, das Risiko für Bienen abschließend zu bewerten.

Forderung nach Verbot in Österreich

In Österreich ist eine Anwendung von Fipronil zugelassen. "Als Konsequenz aus den Erkenntnissen der EFSA und der österreichischen MELISSA-Studie muss Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich umgehend sicherstellen, dass zukünftig keine Zulassung von Fipronil mehr aufrecht ist", forderte Helmut Burtscher, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000. "Fipronil hätte, wie alle bienengefährlichen Pestizide, nie zugelassen werden dürfen. Diese Bienenkiller stellen ein massives Risiko für unsere Bienen und unsere Landwirtschaft dar", so Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace. (APA, 27.5.2013)

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    Fipronil stellt laut EFSA ein hohes akutes Risiko für Honigbienen dar.

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