Krisen-Navigatoren auf Untergangskurs

Kommentar der anderen | Stephan Schulmeister
27. Mai 2013, 17:20

Eine Politik, die sich rückhaltlos den freien Finanzmärkten ausliefert, schafft ständig falsche Anreize

Die nur auf die Effekte antizyklischer Budgetstrategien zielende Kritik an Keynes missachtet seine systemische Grundbotschaft: Eine Politik, die sich rückhaltlos den freien Finanzmärkten ausliefert, schafft ständig falsche Anreize und muss Schiffbruch erleiden.

 

In der EU schrumpft die Wirtschaft wieder, Südeuropa ist schon in einer Depression. Gleichzeitig steigen die Aktienkurse von einem Hoch zum nächsten. Das passt doch nicht zusammen? Und wie das zusammenpasst, es ergibt sich aus den Leitlinien der herrschenden Navigationskarte.

Leitlinie 1: Freiheit allen Märkten. Also hat man Anfang der 1970er- Jahre die Finanzmärkte ent-fesselt, Dollarabwertungen führten zu Ölpreisschocks und den ersten Rezessionen, die Hochzinspolitik schob das Zinsniveau über jenes der Wachstumsrate, die Unternehmen verlagerten ihr Gewinnstreben von Real- zu Finanzinvestitionen, Finanzderivate erleichterten die selbstreferenzielle Geldvermehrung, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung nahmen zu.

Leitlinie 2: Der Staat stört den freien Markt, er ist an seiner Verschuldung selbst schuld. Also hat man 1992 die Maastricht-Kriterien beschlossen, der Sozialstaat wurde geschwächt, trotz Millionen nunmehr prekär Beschäftigter stieg die Arbeitslosigkeit immer weiter, die Wirtschaft wuchs kaum mehr, "die Märkte" boomten umso mehr (darunter versteht man nur mehr die Finanzmärkte).

Auf das "Vorbeben" in Gestalt der Kursstürze 2000/2003 folgte ein Wunder: Nicht nur die Aktien boomten, sondern gleichzeitig die Rohstoff- und Immobilienpreise, und der Euro verdoppelte seinen Wert. So viel Reichtum wurde da geschaffen - und 2008 wieder vernichtet, als diese Preise gleichzeitig fielen (diese Hauptursache der großen Krise blieb den Eliten gemäß Leitlinie 1 verborgen). Also wurde der Staat zum Retter von Banken, Vermögen und Konjunktur gemacht: Die Wirtschaft erholte sich wieder, aber den Staat kam das teuer zu stehen.

Nun besannen sich die Eliten wieder der Leitlinie 2: Der Staat muss sparen, die "EU-Südstaaten" natürlich am meisten. Daraufhin begannen die Unternehmen und Haushalte auch zu sparen: Von Griechenland bis Italien ging es in einer Abwärtsspirale in die Depression. Um das Schlimmste zu verhindern, lockerte die EZB die Geldpolitik drastisch. In den USA folgt man schon seit 2008 einem "keynesianischen" Kurs: Permanente Geldschöpfung durch die Notenbank, extrem niedrige Zinsen und hohe Haushaltsdefizite. Das ist keine tragfähige Alternative, es gibt nichts Richtiges im falschen=finanzkapitalistischen System.

Dieses hat über Jahrzehnte unzählige Möglichkeiten selbstreferenzieller Geldvermehrung geschaffen: So kann man mit dem billigen Geld gegen Mitgliedsländer einer Währungsunion spekulieren und dann die dadurch hochverzinslichen Staatsanleihen kaufen. Der Euro ist ein markantes Beispiel für etwas Richtiges im Falschen (gewesen): Wenn Finanzakrobaten (weiter) die Mitgliedsstaaten gegeneinander ausspielen, also lediglich Devisen- durch Zinsspekulation ersetzt wird, muss er scheitern.

Fazit: In einem falschen Anreizsystem stimulieren "keynesianische" Maßnahmen die Finanzspekulation stärker als die Realwirtschaft, derzeit eben die Aktienmärkte. Diese "Blasenbildung" bringen neoliberale Ökonomen als Argument gegen die Theorie von Keynes in Stellung - Teil I einer Farce "Haltet den Dieb!": Es waren ja die "master minds" wie Friedman, Hayek und Co, welche vor mehr als 50 Jahren die Befreiung der Finanzmärkte eingefordert hatten!

Teil II der Farce: Was neoliberale Ökonomen als "Keynesianismus" angreifen, die antizyklische Budget- und Zinspolitik, war nicht die Grundbotschaft von Keynes. Diese bezog sich auf das System als Ganzes: Feste Wechselkurse, eine strikte Regulierung des (Finanz- )Kapitalverkehrs, eine Transaktionssteuer und niedrige Zinssätze sollten Finanzspekulation so unattraktiv machen ("Euthanasie der Rentiers"), dass die Realinvestitionen hinreichend rasch expandieren, um Vollbeschäftigung aufrechtzuerhalten.

Eine temporäre Schwäche der privaten Nachfrage solle der Staat durch " deficit spending" kompensieren und umgekehrt eine überhitzte Konjunktur durch "surplus saving" dämpfen. Unter den von ihm vorgeschlagenen Systembedingungen werde beides aber nur selten nötig sein. Genau dies war in der Nachkriegszeit auch der Fall - bis zur Ent-Fesselung der Finanzmärkte vor 40 Jahren ...

Die Wirtschaftswissenschaft hat Keynes' "systemische" Grundbotschaft nie akzeptiert, an ihrer Stelle machte sie aus seiner "Nebenbotschaft" antizyklischer Politik die Essenz des "Keynesianismus". Dadurch konnten Ökonomen wie Friedman schon in den 1950er-Jahren verheißen: Freie Wechselkurse würden kaum schwanken, gleichzeitig aber die Autonomie nationaler Wirtschaftspolitik erhöhen (jetzt verheißt man den "EU- Südstaatlern" die Segnungen von Abwertungen, als ob sie das nicht zwischen 1973 und 1999 mit größtem Misserfolg praktiziert hätten). 1971 war es dann so weit: Mit der Aufgabe fester Wechselkurse begann der Weg in die Krise von heute und die Depression von morgen.

Die vergangenen 40 Jahre haben die Erfahrungen seit Beginn der Neuzeit bestätigt: Freie Finanzmärkte aller Art produzieren systematisch falsche Preise, nämlich mehrjährige Trends nach oben und unten. Diese sind das Ergebnis "schneller" Spekulation: Preisschübe in Minuten-, Stunden- und Tagesfrequenz akkumulieren sich zu den "Bullen- bzw. Bärenmärkten".

Blinde Eliten

Dies können die Eliten gemäß Leitlinie 1 nicht wahrhaben. Vielmehr soll " der Markt" als Richter die Schuldigen wie die "EU-Südstaatler" mit hohen Zinsen bestrafen, die "EU-Nordstaatler" belohnen, als Vermögensvermehrer soll "er" den (künftigen) Pensionisten durch steigende Aktienkurse ein schönes Einkommen sichern und als "unsichtbare Hand" überhaupt alles zum Besten lenken.

Wenn die Politik ihr und unser Schicksal in die Hand einer Instanz legt, die langfristig an manisch-depressivem Irresein und kurzfristig an schwerem Parkinson leidet, wird man Schiffbruch erleiden - das Ende der Navigation mit falscher Karte.

Konkret: Wenn der jetzige Aktienboom (unvermeidlich) in einen Kurssturz kippt und dabei (auch) das Pensionskapital von hunderten Millionen Menschen entwertet, beginnt die finale Phase der Krise. Sie wird die Existenz vieler Menschen ruinieren, jene der Navigatoren aber nicht, jene der Kartografen schon gar nicht. (Stephan Schulmeister, DER STANDARD, 28.5.2013)

Stephan Schulmeister ist Wirtschaftsforscher in Wien.

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Zu den Preisschüben in Sekunden- oder Minutentakt: Firmen geben nur begrenzte Anzahl an Aktien für den Börsehandel frei. Selbst Derivate, wie z.B. manche Optionsscheine werden stückmäßig begrenzt.

Händler A hält für die Börse einen großen Anteil an Aktien, den er zum Zeitpunkt X verkauft. Zum Zeitpunkt X+1 ist die Anzahl frei zu kaufenden Aktien gestiegen und der Preis fällt nach den Gesetzen des Schweinezyklus. Auto- und Algotrader, die mit simplen STOP LOSS Marken operieren, aber auch einige physische Broker/Sensalen verkaufen jetzt ebenfalls. Zu einem Zeitpunkt X+n ist der Kurs auf einem lokalen (Tages-) Minimum und fällt nicht mehr weiter, da langfristige Anleger selten grundlos verkaufen. Irgendwer denkt sich "guter Zeitpunkt zum Einsteigen" und kauft, der Kurs steigt, andere kaufen auch und so pendelt der Kurs am Börsetag mehrmals hin- und her.

schade.. um das interessante thema und diesen vollkommen verworrenen artikel

also wenn ein student in einem examen zu dieser themenstellung etwas derartig unzusammenhaengendes, unstrukturiertes, unlogisches und schwach formuliertes schreiben wuerde, waere der "fetzen" sicher

dachte es handelt sich hier um einen wi-forscher, also wi wissenschafter

regt allerdings zu heiterkeit an, zB die begruendung dass preisschuebe in "minuten" und "stundenfrequenz" zu bullenmaerkten fuehren etc.

klingt nach 1975er finanzmarkt wissensstand?

nur eine kurze frage zum wild dahergeschriebenen - wann in den vielgeruehmten letzten 50 jahren wurden in boomenden jahren jemals "surplus savings" bzw. ueberhaupt ueberschuesse erzielt ?

p.s. 2 mrd neuen arbeitskraeften aus non OECD laendern ist die europaeische nachkriegszeit relativ egal

Eine Mitteilung der Heritage Foundation durch LiTaiPe

Schulmeister schreibt von freien Märkten... Welche freien Märkte?

Geldmenge und Zinssätze werden von Zentralbanken planwirtschaftlich festgelegt. Daher kommt ja erst das ganze billige Geld, mit dem dann übermäßig viel und riskant spekuliert wird!
Mit frei von Angebot und Nachfrage gebildeten Zinssätzen und ohne populistische Eingriffe der Politik hätte gar keine Bankenkrise entstehen können. Angenommen, die Leute hätten in einer Hysterie immer mehr Hypothekarkredite aufgenommen. Das hätte die Zinsen für die Kredite nach oben schießen lassen, und der Hype wäre schnell vorbei gewesen. Durch die staatliche Niedrigzinspolitik jedoch wurde diese Selbstregulierung des Marktes verunmöglicht.
Jetzt haben wir den Salat, und wem wird die Schuld gegeben? Wie immer, weil politisch gewollt: Den Märkten.

Welche Zinssätze soll denn der freie Markt dann bitte Festlegen?

Wenn es keine Notebanken mehr gibt, dann liegt der Zinssatz für die Banken ganz einfach bei Null.

Wie lächerlich ist Ihre Argumentation bitte? Sie kritisieren die staatliche Niedrigszinspolitik und wollen dafür ein System bei dem der Zinssatz permanent bei Null liegt?

Was sie hier fordern ist letztendlich nichts anderes, als unbegrenztes Geld für Banken zu null Kosten.

Oh, ein Experte!

"Wenn es keine Notebanken mehr gibt, dann liegt der Zinssatz für die Banken ganz einfach bei Null."
Nein, Sie Genie. Dann wird der Zinssatz von Angebot an und Nachfrage nach Ersparnissen gebildet, und dieser Zinssatz würde VIEL höher liegen als der heutige.

Ca. 95% der Geldschöpfung wird von den Geschäftsbanken im Rahmen der Kreditvergabe betrieben. Da selbst die Mindestreserveverpflichtungen anscheinend ex post ermittelt werden, gibt es nicht einmal eine echte Kontrolle über die Geldmenge. Die Zinssatzentscheidungen der Zentralbanken laufen der BIP Entwicklung i.a. hinterher und die meisten ZBs gestehen dem Zinssatz keine echte steuernde Wirkung mehr zu.

Im Prinzip ist das leider eher das völlige Gegenteil von intelligenter Planung. Die Banken können nach Gutdünken gesetzliches Zahlungsmittel in völlig unproduktive und nicht nachhaltige Boom Sektoren lenken. Da die steigenden Preise sich sozusagen selbst besichern ohne nachhaltig zu wirken ist ein Bust unvermeidlich.

die Geschäftsbanken sind in etwa so privat wie die FED

also gar nicht. Lernen sie de jure von de facto zu unterscheiden. Wenn es um die Geldmenge geht, sind Banken und öffentlicher Bereich gleich.

Seltsamer Kommentar

Geschäftsbanken sind ja keine Zentralbanken. Abgesehen davon, dass die Entscheidungen für die Kreditvergabe bei Geschäftsbanken auf anderen Kritertien basieren als bei Kreditlinien durch die Zentralbank (was im übrigen auch für die FED gilt).

Ich würde mir bei Ihrem Kommentar etwas mehr Substanz wünschen - so kann ich ihr "Argument" nicht nachvollziehen.

Hohe Immobilienpreise schaffen Reichtum?

So ein Stunz. Reichtum für wenige und Armut für die meisten. Hohe Immobilienpreise sind nichts anderes als angewandte Umverteilung, eine elegante Enteignung der Nicht-Besitzenden.

Es ist ohnehin seit jeher merkwürdig, dass Immo-Preissteigerungen als positiv bewertet werden.

Ist auch nichts anderes als eine Arte der "Inflation".

Eine Inflation - die vorausschauender Weise - natürlich nicht in die offiziellen, jedes Jahr zu Lohnrundenverhandlungen publizierten, Berechnungen der "durchschnittlichen Inflation" mit einbezogen werden.

Ich vertstehe nicht von wirtschaft, aber eines ist mir gewiss: Die gewählten staatslenker sind durch die bank ignoranten mit eingebauter "fernsteuerung".

Man könnte es sogar so sagen:

Die gewählten Staatslenker sind durch die Banken Ignoranten mit eingebauter "Fernsteuerung". ;-)
http://www.banken-in-die-schranken.net

Die italienische..

..Abwertung zwischen 1995 und 1997 war ein erfolgreicher Wirtschaftsschub für das Land. Es stimmt eben nicht alles, was die linke Ideologie im Kopf vorgibt..

Wir brauchen menschliche = soziale Prinzipien in der Sozialwissenschaft

s.a. weiter oben 'Von Mäusen, Märkten und Menschen'
Angeleitet von den Sozialwissenschaften, die sich strikt an den rein quantitativen Prinzipien und Methoden der 'klassischen' Naturwissenschaft orientiert haben, haben unsere Gesellschaften lange Zeit Gewinnsteigerung als Selbstzweck, Gier, Dominanz, Ehrgeiz etc. als gut und erstrebenswert angesehen und praktiziert.
Es wird lange dauern, bis das wieder aus den Köpfen und Herzen getilgt ist.
Bis dahin, Herr Schulmeister, bitte weitermachen!

Ökonomie, die Sozialwissenschaft, die sich am weitesten vom "Menschen" entfernt hat?
/scnr

Ich finde, dass der technokratische "Flügel", eben die Verleugner der Sozialwissenschaftlichen Zugehörigkeit der Ökonomie, den größten Schaden angerichtet haben... es wird noch dauern bis der gierige, ausschließlich eigen-nützliche homo-ökonomicus aus den Köpfen getilgt ist... ein echter Kulturwandel vollzogen ist, die Ökonomie ehrlich mit sich selbst umgehen kann ;)

... unter anderen deshalb haben ja Proponenten wie Schulmeister ja so einen schweren Stand in diesem Bereich, da zu "sozialwissenschaftlich"

Der Post-Demokratische Kreis ein wenig erweitert...
(In Anlehnung an Colin Crouch "Postdemokratie II")

Bürger - Zivilgesellschaft - Verwaltung - Politik - Markt - Finanzmarkt - Konzerne

Wer hat wann, wie und warum zur aktuellen Misere beigetragen?
Wer hat wie "profitiert"?
Wer behindert gerade? Warum?

Einfach zum Durchdenken.

Nachdem die Wirtschaftswissenschaften (besonders seit dem Schrottpapierdesaster 2008) den Beweis ihrer Wissenschaftlichkeit schuldig geblieben sind, wähle ich daher Ansichten, die mir persönlich sympathisch sind und wo wir alle etwas davon haben!

Und mir ist in dieser Hinsicht obiger Artikel viel sympathischer als der von Keneth Rogoff! mM

Der nächste Klugsch..sser!

.) Meteorologie bleibt den Beweis ihrer Wissenschaftlichkeit schuldig - Wetterbericht
.) Medizin bleibt den Beweis ihrer Wissenschaftlichkeit schuldig - Heilungschancen
.) Physik bleibt den Beweis ihrer Wissenschaftlichkeit schuldig - Nachweis Antimaterie
.) Soziologie bleibt den Beweis ihrer Wissenschaftlichkeit schuldig - Vorhersage Wahlverhalten
.) Mathematik bleibt den Beweis ihrer Wissenschaftlichkeit schuldig - unzählige unbewiesene Theoreme

Es sollte in den Schulen mehr Wirtschaft gelehrt werden.

MBA, Mag. rer.soc.oec. etc.

lauter unnoetige Studien...

Bin selbst einer. Hab aber noch was Gscheites studiert.

Da hat der von Ihnen so höflich titulierte Vorposter jedoch recht.

Bei Ihren angeführten Beispiele geht es um induktive statistisch empirische Aussagen, die mit mehr oder weniger großen Unsicherheiten behaftet sind oder Aussagen die (noch) nicht beantwortet werden können.

Die Ökonomie arbeitet dageggen primär mit einem deduktiven Erkenntnismodell und hat es (bis jetzt zumindest) versäumt eine induktive Methodik fest zu etablieren. Damit ist jedoch die experimentelle Falsifizierbarkeit und damit eine Kontrolle nicht mehr ausreichend gegeben.

Es sollte in den Schulen mehr wissenschaftliche Methodik gelehrt werden, damit auch Leute wie Sie diese Unterscheidung besser verstehen.

ja aber keine mit neoliberaler Propaganda!!!

Betreffend Wahlverhalten: also da gibt es interessante Ansätze von Gerd Gigerenzer, Chef vom Max Planck-Institut in D.

1) Wettervorhersagen sind für kurze Zeiträume sehr präzise und genau
2) Medizinische Studien sind falsifizierbar
3) Ohne Antimaterie und ''dunkle Materie'' würde das Universum nicht zusammenhalten, das lässt sicht mathematisch berechnen
4) Im Bereich Soziologie finde ich die Verhaltensökonomie sehr spannend, die arbeitet mit präzisen und wiederholbaren Settings
5) Gödel (?) hat mathematisch bewiesen, dass kein System aus sich selbst heraus beweisbar ist, sich also zwingend unbewiesene Theoreme ergeben

Die Wirtschaftswissenschaften unterlegen ein Menschenbild, mit im Kern schwammigen Begriffen und Tautologien. Und ihre Prognosen liegen nicht signifikant über Zufallsergebnissen.

Die Wirtschaftswissenschaften

bauen sich vorallem ihre "Axiome" aus weltanschaulichen Thesen zusammen. Was die Gesinnung fördert, wird dann irgendwie komplex mit einem mathematischen Modell zu unterlegen versucht.

Somit von Wissenschaft ebenso entfernt wie Theologie.

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