Start-up Better Place insolvent

27. Mai 2013, 16:49
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Partner Renault hält an Strategie für Elektroautos fest

Jerusalem/Paris - Der Autohersteller Renault setzt trotz des Aus seines israelischen Partners für Elektroautonetze, Better Place, weiter auf batteriebetriebene Fahrzeuge. Better Place mache nicht mehr als ein Prozent des gesamten Volumens an batteriebetriebenen Fahrzeugen bei Renault-Nissan aus, sagte Gilles Normand, Chef von Renault Asien- Pazifik, am Montag. Daher sei das Ende von Better Place kein Grund, die E-Strategie zu hinterfragen.

Die von Renault für das Gemeinschaftsprojekt entwickelte Technik mache nur einen Bruchteil der geplanten vier Milliarden Euro an Investitionen aus, die Renault-Nissan bis 2015 in Elektroautos stecken wolle. Better Place hatte am Sonntag die eigene Abwicklung vor einem israelischen Gericht beantragt.

Better Place soll in den rund fünf Jahren seines Bestehens etwa 850 Millionen US-Dollar von zahlreichen Investoren wie General Electric Co., HSBC, Israel Corp, Morgan Stanley und Ofer Brothers erhalten haben. Das Unternehmen wurde vom ehemaligen SAP-Manager Shai Agassi gegründet. Das Geschäftsmodell sah vor, dass der Energiespeicher Eigentum des Infrastrukturbetreibers bleibt. Bei diesem sollte der Kunde ein Abonnement für eine bestimmte Kilometerzahl im Monat abschließen. Außerdem sollten die Akkus über die Ladestationen von Better Place geladen werden können, später wollte man auch vollautomatische Akkuwechselstationen einsetzen. Sie sollten den erschöpften Akku gegen ein geladenes Exemplar austauschen, damit der Fahrer den Ladevorgang nicht abwarten muss.

Auf Hawaii wurden beispielsweise rund 130 Ladestationen eingerichtet, die aber im März 2013 verkauft wurden, um die Kosten zu reduzieren. Das Unternehmen beschloss, sich zunächst auf Dänemark und Israel konzentrieren.

Nach einem Bericht der Website Cnet schlugen Versuche fehl, neues Kapital aufzubringen, als im November 2012 nach Angaben des 30- prozentigen Teilhabers Israel Corp Verluste von 561,5 Millionen US- Dollar angehäuft worden waren. (Reuters, red, DER STANDARD, 28.5.2013)

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