Strabag-Analysten rechnen mit leichtem Rückgang

27. Mai 2013, 16:27
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Wien - Die Analysten der Bankinstitute Raiffeisen Centrobank (RCB), Kepler Cheuvreux und Erste Group erwarten für die am Mittwoch anstehende Zahlenvorlage des Baukonzerns Strabag im Auftaktquartal 2013 durchwegs niedrigere Ergebnisse, bei einem leicht rückläufigem Nettoverlust.

Die Bauleistung wird laut Konsensusschätzung um sechs Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012 auf 2.127,0 Mio. Euro abnehmen. Der Umsatz wird um sieben Prozent niedriger bei 2.039,0 Mio. Euro gesehen. Die Finanzexperten rechnen im Schnitt beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mit einem Minus von 79,57 Mio. Euro, was ebenfalls einem Rückgang von sieben Prozent zum Vergleichswert der Vorjahresperiode entsprechen würde.

Das operative Ergebnis (Ebit) wird von den Analysten durchschnittlich bei minus 172,23 Mio. Euro um fünf Prozent schwächer als noch vor einem Jahr erwartet. Das Nettoergebnis wird als einziger Wert der APA-Konsensusschätzung um sechs Prozent besser als noch vor einem Jahr bei minus 142,0 Mio. Euro prognostiziert.

Die Finanzexperten der Erste Group erwarten bei der Zahlenvorlage der Strabag für das erste Quartal 2013 eine etwas schwächere Bauleistung und damit auch einen rückläufigen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Gründe liegen laut Erste-Group-Experten Franz Hörl an der schwachen Wirtschaftslage, dem schlechten Wetter im März und den Sparbemühungen, welche sich besonders im öffentlichen Bereich auswirken.

Die weitere Ergebnisebene wird von dem Wertpapierspezialisten stabil erwartet. Lediglich das Nettoergebnis dürfte besser ausfallen als noch vor einem Jahr, da damals Fremdwährungsverluste in Höhe von 31,4 Mio. Euro belastet hätten, so Hörl.

Die Analysten von Kepler Cheuvreux führen die etwas schlechter erwarteten Ergebnisse der Strabag ebenso auf den langen Winter zurück. Insgesamt werde aber durch den Rückgang beim Nettoverlust eine stabile Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die Bankexperten prognostizieren einen relativ deutlichen Rückgang beim Auftragsbestand von 13 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012. (APA, 27.5.2013)

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