Leinwand zur Welt

27. Mai 2013, 17:38
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Das 22. Film Festival Innsbruck zeigt vom 28. Mai bis 2. Juni Filme aus Mexiko, Westafrika, dem Balkan und Griechenland

Innsbruck - Die Programmierung des Internationalen Film Festivals Innsbruck (IFFI) ist im deutschen Sprachraum einzigartig: Seit 22 Jahren zeigt das IFFI Dokumentar- und Spielfilme aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Anspruchsvoll sind auch die diesjährigen Schwerpunkte: Neben einer kubanischen Filmreihe liegt der Fokus auf Georgien. Mit Georgia on my Mind ist der Kuratorin Evelin Stark ein Glücksgriff gelungen. Hatte doch schon Federico Fellini den georgischen Film als lebendig und weise beschrieben. Denn Georgien hatte aufgrund der Entstalinisierung während der 1950er-Jahre und der Filmzensur eine ganz eigene, poetische Bildsprache entwickelt.

Vier Filme sind aus dieser Zeit zu sehen, aber auch zwei aktuelle Filme haben es in die Wettbewerbe geschafft: Keep Smiling und Susa. Evelin Stark ist aber noch ein ganz anderer Clou gelungen: Beim erstmalig stattfindenden IFFI-Campus bekommen 25 junge Filmtalente die Chance, von Experten und Expertinnen - wie dem Kameramann Christian Berger, der Drehbuchlektorin Ines Häufler, der Regisseurin Jeanine Meerapfel oder dem Dokumentarfilmer Jean-Marie Teno - zu lernen.

Zugleich soll der Campus das IFFI in der österreichischen Festivallandschaft hervorheben. Neben Kinder- und Kurzfilmreihen ist dem im Vorjahr verstorbenen griechischen Filmpoeten Theo Angelopoulos eine Retrospektive gewidmet. Eröffnet wird das 22. Internationale Film Festival Innsbruck am 28. 5. um 19 Uhr im Leokino mit der Vergabe des Ehrenpreises an den mexikanischen Regisseur Paul Leduc. (Tereza Kotyk, DER STANDARD, 28.5.2013)

Internationales Film Festival Innsbruck, Leokino (Anichstraße 36) und Cinematograph (Museumstraße 31), 28. 5. bis 2. 6.

  • Splitter der Selbstbespiegelung: Bild aus dem Film "Frida Kahlo", den Paul Leduc, der heute in Innsbruck weilt, 1984 über die mexikanische Malerin drehte. 
    foto: iffi

    Splitter der Selbstbespiegelung: Bild aus dem Film "Frida Kahlo", den Paul Leduc, der heute in Innsbruck weilt, 1984 über die mexikanische Malerin drehte. 

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