Heinisch-Hosek bei Einkommenstransparenz unter Kritik

27. Mai 2013, 15:31
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Vor Beginn des Sozialpartnertreffens kritisieren politische KontrahentInnen die Frauenministerin

Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek von der SPÖ, die am Montagspätnachmittag die Sozialpartner zu einem Gespräch über die Einkommenstransparenz zu sich geladen hat, ist schon im Vorfeld vom politischen MitbewerberInnen kritisiert worden. Die Grünen etwa pochten auf Verbesserungen bei den verpflichtenden Einkommensberichten, "Frau in der Wirtschaft im Wirtschaftsbund"und der RfW lehnen Strafen für Betriebe ab.

Heinisch-Hosek will bei dem Termin mit den Sozialpartnern unter anderem die Umsetzung der Einkommensberichte diskutieren. Hierzu orten die Grünen Nachbesserungsbedarf, denn nur eine externe Überprüfung würde volle Transparenz bringen, erklärte Frauensprecherin Judith Schwentner in einer Aussendung.

"Bestrafungs-Wahn"

Kritik setzte es vom Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender: "Strafsteuer für Überstunden, Strafen, wenn man bei der Berichtspflicht säumig ist, verpflichtender Papamonat", dies würde zeigen, dass die Ministerin "keinerlei Bezug zur privatwirtschaftlichen Realität" habe, so RfW-Bundesobmann Fritz Amann.

Auch die Vorsitzende von "Frau in der Wirtschaft im Wirtschaftsbund" Adelheid Fürntrath-Moretti ortet bei Heinisch-Hosek einen "Bestrafungs-Wahn" und Strafzahlungen würden keine Lohnunterschiede bekämpfen. Generell hielt sie fest: "In Österreichs Unternehmen gibt es transparente Entlohnungssysteme. Pauschale Ungleichbehandlungen aufgrund von Geschlechtszugehörigkeit gibt es nicht." (APA, 27.5.2013)

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