ÖAW und Boku beobachten alpine Vegetation

27. Mai 2013, 15:25
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Weltweit über 100 Untersuchungsgebiete der Initiative GLORIA, um Auswirkungen des Klimawandels zu beobachten

Wien - Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien kooperieren beim "Blümchenzählen". So hat der Initiator des Projekts GLORIA ("Global Observation Research Initiative in Alpine Environments"), Georg Grabherr, scherzhaft die Forschungsinitiative bezeichnet, in der weltweit die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Vegetation beobachtet werden. Nachdem die Universität Wien im Vorjahr die Kooperation mit GLORIA beendet hat, hat nun die Boku einen entsprechenden Vertrag mit der ÖAW unterzeichnet. Das teilten die Einrichtungen am Montag mit.

An der Boku ist das Forschungsprogramm am Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit angesiedelt, an der ÖAW ist es weiterhin am Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung (IGF) verankert.

Weltweit über 100 Untersuchungsgebiete

Der Ökologe und "Wissenschafter des Jahres 2012" Grabherr hat mit Harald Pauli und Michael Gottfried eine standardisierte Methode zur langfristigen Beobachtung von Gebirgsvegetation und ihrer Reaktion auf den Klimawandel entwickelt und mit GLORIA weltweit umgesetzt. Mittlerweile werden in weltweit über 100 Untersuchungsgebieten auf sechs Kontinenten die Auswirkungen des Klimawandels auf Pflanzen und andere Organismengruppen von der Waldgrenze bis zu den Kältegrenzen des Lebens in den Hochgebirgen verglichen.

Die Untersuchungen werden in Abständen von fünf bis zehn Jahren wiederholt. Damit seien "sichere Aussagen in diesem umstrittenen Forschungsfeld und sowohl regionale als auch kontinentweite Aussagen" möglich, betonte Grabherr. (APA, 27.5.2013)

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