Vermisster Volleyball-Star Ingrid Visser tot

27. Mai 2013, 21:15
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Niederländische Rekordnationalspielerin und ihr Lebensgefährte sind in Spanien einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen

Die niederländische Volleyball-Rekordnationalspielerin Ingrid Visser und ihr Lebensgefährte sind in Spanien einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Leichen des seit zwei Wochen vermissten Paares seien in der Gegend von Murcia im Südosten des Landes entdeckt worden, meldete am Montag die spanische staatliche Nachrichtenagentur Efe.

Die niederländische Polizei erklärte am Montag, die Identifizierung sei noch nicht abgeschlossen, doch nach ersten Erkenntnissen handle es sich um die beiden Niederländer. Die Toten seien in einer Zitronenplantage verscharrt worden, berichtete Efe weiter. Drei Verdächtige, ein Spanier und zwei Rumänen seien festgenommen worden. Nähere Einzelheiten gaben die Ermittler zunächst nicht bekannt.

Die 35-jährige Visser und ihr Partner Lodewijk Severein (57) waren am Abend des 13. Mai in einem Restaurant in Murcia zum letzten Mal gesehen worden. Danach waren sie weder zu einem Arzttermin noch zu einem mit Angehörigen vereinbarten Treffen erschienen. Die Angehörigen alarmierten die Polizei und veröffentlichten in sozialen Netzwerken Hilfsaufrufe und Fotos des Paares.

Visser ist mit 514 Einsätzen Rekordnationalspielerin der Niederlande, ihre Karriere im Nationalteam beendete die Sportlerin im Frühjahr 2012. Die 1,91 Meter große Frau gewann mit dem Nationalteam 1995 die Europameisterschaft und 2007 den Grand Prix. Sie hatte in Spanien von 2009 bis 2011 für den CAV Murcia gespielt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass geschäftliche Streitigkeiten das Motiv für das Verbrechen gewesen sein könnten, teilte der Polizeichef von Murcia mit. Um welche Art von Geschäften es dabei gegangen sei, konnte der Beamte nicht sagen. Das Paar habe sich am 13. und 14. Mai freiwillig mit den drei Verdächtigen in einer Wohnung getroffen.

Der festgenommene Spanier habe den Kontakt vermittelt. Die Rumänen stünden im Verdacht, die Täter gewesen zu sein. Auf die Frage, ob es bei den Geschäften um Drogen gegangen sei, antwortete der Polizeichef, darauf gebe es keine Hinweise. Duran betonte weiter, dass die drei Festgenommenen bisher als Straftäter nicht nennenswert in Erscheinung getreten seien. (APA; 27.5.2013)

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