VIG-Analysten erwarten Gewinnanstieg

27. Mai 2013, 10:31
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Prämieneinkommen auf Niveau der Vorjahresperiode erwartet

Wien - Für die am morgigen Dienstag anstehenden Erstquartalszahlen des Versicherungskonzerns Vienna Insurance Group (VIG) erwarten die Analysten von Raiffeisen Centrobank (RCB), Erste Group und Kepler Cheuvreux stabile Prämieneinnahmen bei höheren Gewinnen als noch vor einem Jahr.

Die Bruttoprämien werden laut den Analysten der drei Bankinstitute im Schnitt nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres bei 2.745,90 Millionen Euro erwartet. Laut Konsensusschätzung werden die eingenommenen Prämien nur marginal höher bei 2.236,60 Millionen Euro gesehen.

Die Schätzungen für den Vorsteuergewinn belaufen sich durchschnittlich auf 160,10 Mio. Euro und liegen damit um sechs Prozent über dem Wert des Auftaktquartals 2012. Beim Nettogewinn prognostizieren die Bankexperten einen Anstieg von fünf Prozent auf 124,10 Millionen Euro.

Wachstum vor allem in Südeuropa

Die Finanzexperten von Kepler Cheuvreux sehen einen Anstieg bei den gesamten verrechneten Prämien von vier Prozent. Dieses Wachstum wird laut den Analysten nur zu einem geringen Teil in Österreich und hauptsächlich in Süd-Osteuropa erzielt. Das Finanzergebnis wird dank freundlicher Marktstimmung um neun Prozent stärker als noch vor einem Jahr ausfallen, schrieben die Bankexperten. Der erwartete Anstieg des Vorsteuergewinns von sechs Prozent wird laut Kepler durch eine gute Kostenkontrolle ermöglicht.

Die Analysten der Erste Group prognostizieren, dass die VIG ihre guten Gewinnzahlen des Vorjahres im Geschäftsjahr 2013 nicht wieder erreichen wird. Nichtsdestotrotz prognostizieren die Experten im Auftaktquartal 2013 einen Anstieg des Nettogewinns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von sechs Prozent. Der Versicherer ist bemüht seine Einmalbeiträge in dem Hauptwachstumstreiber 2012, Polen, zu reduzieren, schrieben die Erste-Analysten in ihrer Analyse. Aufgrund ausgebliebener Naturkatastrophen in den ersten drei Monaten des Jahres, erwarten die Wertpapierspezialisten, dass die im Versicherungsbereich so wichtige kombinierte Schadenkostenquote ("combined ratio") deutlich unter der kritischen Hundert-Prozent-Marke bleiben wird. (APA, 27.5.2013)

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