Serbien nahm Umsetzung der Nordkosovo-Vereinbarung an

27. Mai 2013, 11:16
4 Postings

Premier wollte vor Regierungssitzung erneut mit EU-Außenbeauftragter Ashton telefonieren

Belgrad/Prishtina - Die serbische Regierung hat am Sonntagabend laut dem Sender B-92 den mit dem Kosovo vereinbarten Plan zur Umsetzung der Nordkosovo-Vereinbarung angenommen. Der Plan sieht eine Frist von sechs Monaten für die Umsetzung der Vereinbarung vor. Diese garantiert die Bildung einer Gemeinschaft der serbischen Gemeinden beziehungsweise eine Art Autonomie für die serbische Gemeinschaft im Nordkosovo.

Die kosovarische Regierung hatte dem Plan, auf den sich die Ministerpräsidenten Serbiens und des Kosovo bei einem Treffen in Brüssel geeinigt hatten, bereits zugestimmt.

Serbiens Premier Ivica Dacic hatte am Samstag angekündigt, dass er vor der Regierungssitzung am Sonntag erneut mit der EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton telefonieren würde. Er wollte nach eigenen Worten die Zusicherungen erhalten, dass der bisher in Brüssel geführte Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo statusneutral gewesen sei. Für Serbien sei es sehr wichtig, die Deutung zu verhindern, dass das so weit Vereinbarte statusgebunden sei, sagte Dacic.

Serbiens Vizepremier Aleksandar Vucic war nach früheren Ankündigungen bemüht, noch kurz vor der Regierungssitzung auch einige Zusicherungen für die serbische Volksgruppe im Nordkosovo zu klären. Es geht unter anderem um die Benutzung von serbischen Personaldokumenten. Das dürfte auch für ihre Teilnahme an den im Herbst im Kosovo anstehenden Lokalwahlen von Bedeutung sein. (APA, 27.05.2013)

Share if you care.