Gleichstellung für Polanski "völlig idiotisch"

27. Mai 2013, 10:20
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Die Anti-Baby-Pille habe "Frauen vermännlicht", meint der Regisseur und Gleichheit ist für ihn ein Romantik-Killer

Cannes - Regisseur Roman Polanski hat seinem Ruf als Provokateur wieder alle Ehre gemacht: Er finde die Tendenz, Männer und Frauen gleich zu stellen, "völlig idiotisch", sagte der Filmemacher am Samstag bei der Vorstellung seines neuen Streifens "La Vénus à la fourrure" (Venus im Pelz) in Cannes. "Ich denke, das ist das Ergebnis (...) des medizinischen Fortschritts. Die Pille hat die Frauen unserer Zeit sehr verändert, indem sie sie vermännlicht hat", fügte Polanski hinzu. Das alles verjage die Romantik, "und das ist wirklich schade", schloss der Ehemann der Schauspielerin Emmanuelle Seigner, die auch die Hauptrolle in seinem neuen Film spielt.

Der französisch-polnische Regisseur war im September 2009 wegen eines US-Haftbefehls in Zürich festgenommen worden und hatte mehrere Monate in der Schweiz unter Hausarrest verbracht. Die US-Justiz legt ihm zur Last, 1977 eine Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Die Schweizer Behörden lehnten im Juli 2010 eine Auslieferung in die USA ab, nachdem sich die US-Justiz weigerte, ein Gerichtsprotokoll zur Klärung des Sachverhalts zur Verfügung zu stellen. (APA, 27.5.2013)

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    Roman Polanski macht seinem Namen alle Ehre...

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