Kraftwerkssprengung in Brandenburg: Asche aufs Haupt der Zuschauer

Ansichtssache27. Mai 2013, 14:10
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Das Braunkohlekraftwerk Vetschau im deutschen Bundesland Brandenburg wurde am Sonntag dem Erdboden gleichgemacht - Mit Video

Der Volkseigene Betrieb "Bau- und Montagekombinat Kohle und Energie" legte 1959 den Grundstein für den Bau, ab 1964 wurden in Vetschau Energie und Fernwärme für die ganze Region erzeugt. Ein ganzes Wohnviertel entstand rund um das Kraftwerk, das nicht nur zum größten Arbeitgeber der Spreewaldstadt wurde, sondern auch zur Metapher für die hohe lokale Schwefeldioxidbelastung. 

Nach der Wende hatte das Kraftwerk infolge des allgemeinen Strukturwandels ausgedient, 1996 wurde die Energieproduktion und nach einem Fördervolumen von 90 Millionen Tonnen auch der Tagbau in den umliegenden Braunkohlelagern eingestellt. Die fünf markanten Schornsteine und die Werke I bis III wurden bereits zwischen 1996 und 2010 gesprengt. Am Sonntag kippte mit dem Maschinenhaus auch der letzte Teil des Kraftwerks. Auf dem Gelände soll nun eine Lagerhalle entstehen.

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885 Löcher bohrten die Sprengmeister in das Gebäude und deponierten darin 450 Kilogramm Sprengstoff.

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