"Tatort" mit Überfall auf einen Gefangenentransport: Top oder Flop?

Ansichtssache26. Mai 2013, 18:56
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Die Kommissare Lannert und Bootz müssen sich in "Spiel auf Zeit" auf eine gefährliche Gratwanderung einlassen - Wie hat Ihnen die Folge gefallen?

Während eines Überfalls auf einen Gefangenentransports wird der Häftling Volker Zahn befreit. Um den Verbrecher zu schnappen, müssen sich die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz auf einen gefährlichen Deal einlassen. Regie führte Roland Suso Richter.

foto: orf/ard/stephanie schweigert

Zum Inhalt: Dieses Mal bekommen es die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz mit dem Verbrecher Volker Zahn, einen IT-Spezialisten, zu tun. Zahn wird während eines Gefangenentransports von Komplizen befreit. Ein Polizist findet während des Überfalls den Tod.

Einzig der sein ehemaliger Mithäftling Victor de Man scheint mehr über das Verbrechen und einen geplanten Coup zu wissen.

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Durch einen seiner Hinweise schaffen es die Polizisten ein Entführungsopfer zu befreien, für weitere Hinweise jedoch fordert de Man jedoch Hafterleichterungen. Der Hacken bei der Sache: de Man muss dafür zeitweilig entlassen werden.

Lena Bopp von der "F.A.Z." bescheinigt dem Stuttgarter Tatort "in manchen Augenblicken" wirkliche Spannung und einen Handlungsstrang der "kompromisslose Action" zulässt. Leider bekommt es die Episode ihrer Meinung nach leider am Ende "mit der Angst vor der eigenen Courage zu tun."

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Holger Gertz von der "Süddeutschen Zeitung" bricht den Stuttgarter Tatort auf das Wesentliche herunter: "Charismatisches Arschloch gegen die guten Jungs, Richy Müller als Kämpfer und Zweifler." Obwohl auch er die Folge spannend findet, urteilt er das Finale als "komplett übersteuert" ab. 

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"Ob in einer Zeit globaler Millionenraubaktionen via Netz der Diebstahl von Gelddruckplatten noch der Knüller ist, steht dahin", schreibt Judith von Sternburg für die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Online-Ausgabe. Für sie ist "Spiel auf Zeit" "ein abgeklärter, nicht zu anstrengender Actionfilm."

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foto: orf/ard/stephanie schweigert

"Einer der wenigen besseren Stuttgarter 'Tatorte' ist dieser psychologisch patent aufgetunte Gangsterkrimi geworden", urteilt Christian Buß auf "Spiegel Online". Aber: "zu einem extrem hohen Preis: Mit der Beziehung von Bootz, der als glücklicher Familienvater bislang ja ein Alleinstellungsmerkmal besaß, geht die einzige intakte Ehe im deutschen TV-Krimi in die Brüche. " Er schließt seine Kritik mit einem fiktiven Aufruf: "Ab jetzt wieder dringend gesucht im 'Tatort'-Land: TV-Ermittler, verheiratet, zwei Kinder, glücklich."

Top oder Flop, fragen auch wir: Wie hat Ihnen dieser "Tatort" gefallen? Posten Sie Ihren Kommentar im Forum! (red, derStandard.at, 26.5.2013)

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