Radioaktive Strahlung bei Experiment in japanischem Labor ausgetreten

25. Mai 2013, 13:13
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55 Menschen von Zwischenfall betroffen, Strahlenbelastung laut japanischer Atombehörde aber nicht gefährlich

Tokio - In einem Nuklearforschungslabor in Japan ist bei einem Experiment Radioaktivität ausgetreten. 55 Menschen seien von dem Zwischenfall betroffen, aber keiner hohen Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen, teilte die japanische Atomenergiebehörde JAEA am Samstag mit.

Eine Strahlenbelastung außerhalb der Anlage werde nicht erwartet, hieß es. Die JAEA betreibt das Labor.

Zwischenfall bereits am Donnerstag

Der Unfall ereignete sich demnach bereits am Donnerstag in einem Nuklearphysiklabor in Tokaimura im Norden Japans. Dort war es bereits früher zu zwei Strahlenunfällen gekommen.

Vier Forscher wurden den Angaben zufolge auf Strahlenbelastung untersucht, es sei aber nur ein Höchstwert von zwei Millisievert gemessen worden. Die Grenze für Arbeiter in der Atomindustrie liegt grundsätzlich bei 100 Millisievert über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Überhitzung als Ursache vermutet

Ursache für den Unfall war eine Überhitzung von Instrumenten, durch die radioaktives Gold verdampfte. In der Meinung, das Leck sei unter Kontrolle, betätigten die Wissenschafter anschließend die Lüftung und verbreiteten die Strahlung so im Labor. Weil kein Strahlungsaustritt vermutet wurde, sei der Zwischenfall auch nicht sofort gemeldet worden, hieß es seitens der Atombehörde. (APA, 25.5.2013)

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