Syriens Opposition in Istanbul ziert sich mit Zusage für Genf II

24. Mai 2013, 18:11
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Die Assad-Gegner sucht eine gemeinsame Position für die internationale Konferenz

Istanbul - In einem neuen Fünf-Sterne-Hotel im Westen Istanbuls tagen seit Donnerstag die Assad-Gegner. Die Generalversammlung der Syrian National Coalition, ein 60-köpfiges Gremium, sucht einen neuen Präsidenten und eine Position zum Plan einer internationalen Syrienkonferenz mit Beteiligung von Regime und Widerstand. Weder das eine noch das andere waren am Freitag in Sicht.

Ein Sprecher der Koalition ließ sogar offen, ob sich das Bündnis der Assad-Gegner an der Konferenz beteilige. Die Syrian National Coalition müsse erst noch klarer sehen, wie der Übergang vom Assad-Regime organisiert sein soll, sagte Louay Safi der AFP. Unter den Namen der möglichen neuen Präsidenten wurde auch Burhan Ghalioun genannt; der Pariser Soziologe, ein Säkularer, führte den früheren Syrischen Nationalrat von August 2011 bis Mai 2012.

Der iranische Botschafter in der Türkei pries die geplante Genf-II-Konferenz in einem Interview mit der Zeitung Cumhuriyet als "historische Gelegenheit". Wenn die Chance zu Verhandlungen mit der Regierung in Damaskus verpasst werde, könnte Syrien zum "Afghanistan dieser Region" werden, sagte Botschafter Ali Reza Bikdeli. Den Vorwurf, der Iran unterstütze Assad, um einen schiitischen Machtblock in Syrien und mit der Hisbollah im Libanon zu formen, wies er als Unsinn zurück. " Wer sagt übrigens, Assad in Syrien sei ein Schiit?" (mab, DER STANDARD, 25./26.5.2013)

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