Ausgesetzte Mini-Schildkröten werden hoffentlich zwei Meter groß

24. Mai 2013, 16:24
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Auswilderungsaktion im Mekong soll zum Erhalt von Cantors Riesen-Weichschildkröte beitragen

Phnom Penh - Cantors Riesen-Weichschildkröte (Pelochelys cantorii) kann bis zu zwei Meter lang und 50 Kilogramm schwer werden und ist ein Jäger der eher gemütlichen Art: Die meiste Zeit verbringt sie eingegraben im sandigen Boden von Gewässern und steckt nur die Spitze ihres Kopfes heraus, um auf Krebse und Fische zu lauern. Zweimal am Tag auftauchen zum Luftholen reicht ihr.

Die früher in weiten Teilen Südostasiens verbreitete Schildkröte galt beinahe schon als ausgestorben, als 2007 eine größere Population am Mekong entdeckt wurde. Seitdem bemühen sich Umweltschützer darum, den Bestand der leider als Delikatesse geltenden Schildkröte wieder zu erhöhen. So sind nun in Kambodscha 100 Jungtiere ausgewildert worden: Freiwillige setzten die Schildkröten am Mekong in der Provinz Kratie rund 160 Kilometer nördlich der Hauptstadt Phnom Penh aus.

Die Umweltorganisation Conservation International (CI) kümmert sich um den Erhalt der bedrohten Spezies - so wurden mit Hilfe von Fischern in den letzten Jahren mehr als 100 Nester beschützt. Bei der Auswilderungsaktion trat dann eine weitere Helfergruppe in Aktion: Buddhistische Mönche, die die Schildkröten segneten und markierten, damit Jäger die Tiere in Ruhe lassen. CI-Mitarbeiterin Tracey Farrell: "Diese Schildkröten würden ohne strikte Schutzmaßnahmen bald aus der Welt verschwinden." (APA/red, derStandard.at, 24. 5. 2013)

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    Schildkröten der Gattung Pelochelys können beeindruckende Dimensionen erreichen ... wenn man sie denn in Ruhe lässt.

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