Debatte um nationale Sicherheit im Poker um US-Mobilfunkfirma Sprint

24. Mai 2013, 15:01
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US-Bieter Dish Networks will japanischen Konkurrenten Softbank ausstechen

Im Bieterstreit um das drittgrößte US-Mobilfunkunternehmen Sprint rückt die Frage der nationalen Sicherheit in den Vordergrund. Eine Übernahme durch die japanische Softbank-Gruppe berge "ernsthafte Risiken für die Nationale Sicherheit", erklärte der stellvertretende Chef des ebenfalls für Sprint bietenden US-Unternehmens Dish Networks, Stanton Dogde, am Donnerstag.

Softbank hatte Mitte Oktober 20 Mrd. Dollar (15,5 Mrd. Euro) geboten, um 70 Prozent von Sprint zu übernehmen. Dish Networks, ein Anbieter von Satellitenfernsehen, legte Mitte April ein Gegenangebot in Höhe von 25,5 Mrd. Dollar vor, um mit Sprint zu fusionieren. Dabei betonte Dish, als US-Unternehmen sicher leichter die Zustimmung der US-Behörden zu bekommen als Softbank.

Cyberangriffe

Tatsächlich wird das Projekt von Softbank, das als ausländisches Unternehmen in einen strategisch wichtigen Sektor investieren will, gründlich geprüft. Im Jänner forderte das US-Justizministerium die für Telekommunikation zuständige Regulierungsbehörde auf, nicht sofort eine Entscheidung über das Softbank-Angebot zu fällen. Es wolle zunächst zusammen mit der US-Bundespolizei FBI und dem Ministerium für nationale Sicherheit prüfen, ob es irgendwelche Probleme für die nationale Sicherheit, das Gesetz und die öffentliche Sicherheit gebe.

Die Frage der nationalen Sicherheit hat in den vergangenen Monaten wegen mehrerer Angriffe über das Internet, sogenannte Cyberangriffe, in den USA an Bedeutung gewonnen. Ein Bericht des US-Kongresses vom vergangenen Jahr bezeichnete China als den "bedrohlichsten Akteur im Cyberspace". (APA, 24.5. 2013)

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