Nadal und Djokovic auf Kollisionskurs

24. Mai 2013, 14:56
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Wäre im Semifinale Neuauflage des Vorjahrs-Finales - Scharapowa wieder fit

Paris - Titelverteidiger und Topfavorit Rafael Nadal geht bei der 83. Auflage des größten Sandplatz-Turniers der Welt in Roland Garros schon auf Titel Nummer acht los. Sollte der Spanier bis ins Halbfinale durchmarschieren, droht ihm schon dort die Begegnung mit seinem Vorjahrs-Finalgegner Novak Djokovic. Nadal wurde bei der Auslosung, bei der er wie Titelverteidigerin Maria Scharapowa auch teilweise mitzog, als Nummer drei in die Rasterhälfte des Weltranglisten-Ersten gelost.

"Aber es ist nicht die erste Runde, oder?", scherzte ein bestens aufgelegter Nadal über das potenzielle Treffen mit dem topgesetzten Serben. Endlich darf Nadal auch wieder auf Grand-Slam-Niveau spielen, nachdem er wegen seiner Verletzung im Vorjahr in der zweiten Wimbledon-Runde ausgeschieden ist und danach bei den US Open und den Australian Open ganz zuschauen hatte müssen.

Nadal blickt mit Stolz auf sein bisheriges Jahr zurück: Acht Finali, sechs Titel, davon fünf auf Sand. "Wenn ihr mich fragt, ob ich einen Grand Slam für das ganze Jahr gewinne oder sechs Turniere wie jetzt, würde ich die sechs Turniere wählen", sagte der 26-jährige Mallorquiner, der in der ersten Runde auf den Deutschen Daniel Brands trifft. Im möglichen Viertelfinale könnte er es mit dem Franzosen Richard Gasquet (Nummer 7) zu tun bekommen. Die Gastgeber hoffen ja ausgerechnet zum 30-Jahr-Jubiläum des bisher letzten Herren-Titels durch Yannick Noah auf ein Ende dieser Durststrecke.

Doch sehr wahrscheinlich ist dies bei verletzungsfreiem Ablauf trotzdem nicht. Novak Djokovic spielt zum Auftakt gegen den Belgier David Goffin, im möglichen Drittrunden-Duell könnte es gegen den talentierten Bulgaren Grigor Dimitrow zum ersten richtigen Test kommen. Für den als Nummer zwei gesetzten Roger Federer gibt es in den ersten zwei Runden "nur" Qualifikanten, der Weg schaut auch danach bis ins Viertelfinale nicht zu steinig aus. Dann würde er es wohl mit der größten Franzosen-Hoffnung, Jo-Wilfried Tsonga, zu tun bekommen.

Bei den Damen sind mit Vorjahressiegerin Scharapowa und der Weißrussin Viktoria Asarenka die Nummern zwei und drei in derselben Raster-Hälfte. Das zweite "programmierte" Halbfinale wäre jenes zwischen der topgesetzten Serena Williams und Agnieszka Radwanska (POL-4). Williams eröffnet gegen die Georgierin Anna Tatischwili. Auf die Frage, ob sie sich in ihren "goldenen Jahren" fühlt, meinte die US-Amerikanerin: "Das glaube ich. Wenn ich auf einige meiner Matches in früheren Jahren zurückblicke und auf die Gegenwart, fühlt es sich wirklich an, als würde ich in die 'Zone' kommen, in der ich immer sein wollte", erklärte die 31-jährige US-Amerikanerin am Freitag.

Die zuletzt gesundheitlich angeschlagene Scharapowa, die vor dem Rom-Viertelfinale wegen einer Erkrankung nicht angetreten war, fühlt sich wieder fit. Seit fünf, sechs Tagen trainiere sie wieder. "Ich war seit meinem Titel nicht mehr hier, also war es nett auf den Plätzen zu trainieren, wenn es ruhig ist und auf den Center Court zurückzukehren", erklärte die Russin. (APA/Reuters, 24.5.2013)

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