Herbert Stepic, Raiffeisens "Mr. Osteuropa"

24. Mai 2013, 13:15
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In seinen 40 Jahren bei der Raiffeisen baute Stepic das Unternehmen zu dem aus, was es heute ist. Nun tritt er ab

Wien - Mit Herbert Stepic tritt einer der profiliertesten Banker des Landes zurück. Der 66-jährige Ex-Generaldirektor der Raiffeisen Bank International (RBI), ein Ost-Pionier der ersten Stunde in der österreichischen Bankenlandschaft, gilt als "Turbo" für die Auslandsexpansion der Raiffeisen Zentralbank. 2006 wurde er zum Europäischen Banker des Jahres gekürt. Gestolpert ist der kunstsinnige Manager nun über den Ankauf von drei Wohnungen in Singapur über zwei Offshore-Firmen. Stepic betonte stets und so auch heute, dass es sich bei den beiden zu den Immobilienkäufen eingeschalteten Firmen nicht um Offshore-Konstruktionen handelt.

Ab 2010 war Stepic Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International (RBI), die aus der RZB und der damaligen Osteuropa-Bank Raiffeisen International (RI) entstanden ist. Die RI, deren Vorstandsvorsitzender er seit 2001 war, hatte Stepic 2005 erfolgreich an die Börse gebracht.

Turbo für Auslandsexpansion

Nicht nur durch seine zahlreichen Aufenthalte in allen Ländern Zentral/Osteuropas mit Kontakten zu den höchsten wirtschaftlichen und politischen Machthabern dieser Länder gilt er seit mehr als 20 Jahren als Turbo für die Auslandsexpansion. Den Grundstein für das weitreichende Netzwerk legte er schon lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs.

In Osteuropa tätig ist auch die von ihm gegründete H. Stepic CEE Charity - ein gemeinnütziger Verein, der vor allem Kinder, Jugendliche und Frauen unterstützt und unter anderem Waisenhäuser und Behindertenheime für Kinder baut.

Leidenschaft für Kunst

Abseits der Bankgeschäfte gilt seine Leidenschaft der afrikanischen Kunst. Im Jahr 2011 wurden rund 200 Exponate seiner rund 400 Objekte umfassenden Sammlung afrikanischer Stammeskunst im Bank Austria Kunstforum der Öffentlichkeit präsentiert. Für Stepic, der die Schau als Privatmann organisierte, "eine Herzensangelegenheit", wie er damals erklärt hatte.

Das Engagement von Stepic in Osteuropa würdigte Walter Rothensteiner, heute RBI-Aufsichtsratschef und Raiffeisen-Generalanwalt und damals RZB-Chef und RI-Aufsichtsratspräsident anlässlich des 60. Geburtstages von Stepic folgendermaßen: "Ohne den Pioniergeist von Herbert Stepic wären der RZB-Konzern und die Raiffeisen Bankengruppe nicht zu dem geworden, was sie heute sind: Eine führende Bank in Zentral- und Osteuropa und eine anerkannte Marke in der internationalen Finanzwelt."

Stepic, am 31. Dezember 1946 inWien geboren, trat nach Studium und Promotion zum Doktor der Handelswissenschaften und nach einem Jahr in der Privatindustrie 1973 in die GZB ein. In den ersten Jahren baute er die Abteilung für Außenhandel der GZB auf und war gleichzeitig Geschäftsführer des internationalen Handelshauses und GZB-Tochtergesellschaft F.J. Elsner.

Ab 1978 entwickelte Stepic das internationale Korrespondenzbanken-Netzwerk der GZB und trug damit wesentlich zur Internationalisierung der Bank bei. Zum Mitglied des Vorstandes der GZB, die dann 1989 in RZB umbenannt wurde, wurde Herbert Stepic 1987. Ab diesem Zeitpunkt widmete er sich schwerpunktmäßig dem Aufbau des Osteuropa-Netzwerkes, das 1986 in Ungarn seinen Anfang nahm. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die Raiffeisen International, die dann in die Raiffeisen Bank International mündete. 1995 wurde Stepic zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der RZB sowie 2001 zum Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisen International bestellt. (APA, 24.5.2013)

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    Herbert Stepic stellt sich den Medien.

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    Und stellt seinen Posten zur Verfügung.

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