Verteidigungsminister will Grundwehrdiener zu Sportlern machen

24. Mai 2013, 11:19
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Sportnachmittage, Leistungschecks und Abzeichenerwerb geplant

Wien/Mautern - Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) will den Grundwehrdienst durch Sportangebote attraktiver machen. Am Freitag präsentierte er seine Pläne im Rahmen der Wehrdienstreform. So soll 2014 ein wöchentlicher Sportnachmittag beim Bundesheer eingeführt und die Rekruten nicht nur bei der Stellungskommission, sondern auch zu Beginn und am Ende des Wehrdienstes leistungsmedizinisch untersucht werden.

Ziel sei, dass sich sportbegeisterte Jugendliche künftig für den Wehrdienst statt für den Zivildienst entscheiden, sagte Klug in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in der Raabkaserne in Mautern in Niederösterreich. Journalisten wurden dafür per Hubschrauber eingeflogen. Sie konnten Rekruten bei ihren Bemühungen beim Hochsprung und bei Kampfsportspielen beobachten.

Mehr Turniere und Wettkämpfe

Laut Klug soll es künftig häufiger Wettkämpfe und Turniere geben, die Soldaten sollen Sportabzeichen erwerben können. Außerdem will er die sportliche Infrastruktur - 420 Anlagen in 82 Liegenschaften - auf den neuesten Stand bringen, und zwar vor allem durch kostengünstige Eigenleistungen der Pioniere. Wo das nicht möglich ist, plant der Minister Kooperationen mit lokalen Sportvereinen.

"In der Vergangenheit wurde auf den Sport kein Wert gelegt", bedauerte der neue Generalstabschef Othmar Commenda und verwies auf die bisher hohe Zahl der Systemerhalter. Das solle sich nun ändern, auch weil sich Gesundheitszustand und Durchschnittsgewicht der Rekruten in den vergangenen Jahren bedenklich verschlechtert hätten. Klug verwies auf Ergebnisse der Rekrutenbefragung. Gewünscht sei demnach Abwechslung, derzeit sei der Heeressport zu lauflastig.

Neues Konzept

Mikl-Leitner nutzte den Termin, um Commenda zu seinem Aufstieg zum Generalstabschef Glück zu wünschen - "Kompetenz allein reicht nicht", meinte sie - und Klug für die nunmehr reibungslose Zusammenarbeit bei der Wehrdienstreform zu loben. Man sei nun gemeinsam auf einem guten Weg. Das Konzept werde man Ende Juni oder Anfang Juli präsentieren. (APA, 24.5.2013)

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    Sport als Anreiz: Der Wehrdienst soll wieder attraktiver werden.

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