Anschläge wie in London "unglaublich schwer zu verhindern"

24. Mai 2013, 13:43
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Richard Barrett: Angriffe, die kaum Vorbereitung erfordern, sind Problem für Sicherheitskräfte

London - Nach der mutmaßlichen Terrorattacke in London will die Polizei in den kommenden Tagen mit zusätzlichen Beamten in der britischen Hauptstadt Präsenz zeigen. Sie sollen vor allem an Orten mit Menschenmassen zum Einsatz kommen, wie die Behörden mitteilten. Für das Champions-League-Finale am Samstag werden zehntausende Fans erwartet.

Neues Video veröffentlicht

Der "Daily Mirror" veröffentlichte am Donnerstag ein Video, auf dem zu sehen ist, wie die Polizei auf die beiden Anreifer Michael Adebolajo und Michael Adebowale schießt, weil einer der Angreifer mit einem Fleischermesser auf ein Einsatzfahrzeug zuläuft.

Richard Barrett, der im britischen Auslandsgeheimdienst MI6 für Terrorismusabwehr zuständig war, erklärte im BBC-Fernsehen, dass Attentate wie das im Londoner Woolwich die Sicherheitskräfte vor große Probleme stellen, da die Angreifer offenbar keiner größeren Gruppe angehörten und keinen Kontakt ins Ausland unterhielten.

"Wann wird eine Person, die radikale Ansichten vertritt, die sich einer radikalen Gruppe anschließt, zum gewalttätigen Extremisten? Die Signale richtig zu deuten ist äußerst schwer", sagte der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter.

Die britische Polizei arbeitet weiter an der Aufklärung des Angriffs. Am Donnerstagabend wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen, ein Mann und eine Frau, beide 29 Jahre alt. (red, derStandard.at, 24.5.2013)

  • Lee Rigby diente in Zypern und Afghanistan und war Trommler in der Militärkapelle des Royal Regiment of Fusiliers.
    foto: epa/ministry of defence

    Lee Rigby diente in Zypern und Afghanistan und war Trommler in der Militärkapelle des Royal Regiment of Fusiliers.

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