Skisport war Zugpferd im Wintertourismus

24. Mai 2013, 13:46
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Vor allem die Übernachtungen der Urlauber aus dem Ausland stiegen an, ein durchschnittlicher Aufenhalt dauerte 3,9 Tage

Wien -In der Wintersaison 2012/13 sind mehr Urlauber nach Österreich gekommen als je zuvor. Die Zahl der Gästeankünfte kletterte um 1,8 Prozent auf 16,73 Millionen, die Übernachtungen legten um 1,9 Prozent auf 65,55 Millionen zu, geht aus den vorläufigen Daten der Statistik hervor. Während sich die Nachfrage aus dem Ausland deutlich belebte, ging jene aus dem Inland etwas zurück.

Die Nächtigungen durch ausländische Urlauber haben sich mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent auf 50,33 Millionen kräftig erhöht. Gleichzeitig sank die Zahl der Übernachtungen der inländischen Gäste um 0,7 Prozent auf 15,23 Millionen - ein Wert, der bisher nur im Jahr 2011/12 übertroffen wurde.

Bundesländer mit einem geringeren Skisport-Anteil waren in der abgelaufenen Wintersaison im Nachteil, betonte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner in einer Aussendung. "Das Winterergebnis ist kein Grund, die rosa Brille aufzusetzen. Am meisten schmerzt mich der Rückgang im Inlandstourismus", so der Branchensprecher.

Mehr Deutsche, weniger Niederländer

Vor allem aus dem wichtigsten Herkunftsland Deutschland kamen um 4,4 Prozent mehr Touristen. Ein deutliches Nächtigungsplus gab es auch bei den Gästen aus Großbritannien und aus der Schweiz. Kleiner Wermutstropfen: Es reisten um 1,9 Prozent weniger Niederländer an.

Nächtigungszuwächse wurden in der abgelaufenen Wintersaison vor allem mit Ferienwohnungen erzielt, aber auch mit Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie. Das Geschäft in den Ein- und Zwei-Sterne-Betrieben entwickelte sich weitgehend stabil, in den Drei-Sterne-Häusern gab es ein geringfügiges Minus.

Das stärkste Plus bei den Nächtigungen verbuchte Vorarlberg - mit einem Anstieg von 4,7 Prozent auf fünf Millionen. Dahinter folgten Wien mit plus 3,1 Prozent und Salzburg mit plus 2,9 Prozent.

Tirol auf Platz eins

Die in absoluten Zahlen meisten Übernachtungen entfielen allerdings auf Tirol, das auf hohem Niveau ebenfalls einen spürbaren Zuwachs von 2,1 Prozent auf 26,2 Millionen auswies. Auf Platz zwei rangierte Salzburg mit 14,5 Millionen Nächtigungen.

Nach Österreich kommen mittlerweile deutlich mehr Urlauber als noch vor 20 Jahren: Die Zahl der Nächtigungen in der Wintersaison erhöhte sich seit 1993/94 um rund 12,66 Millionen - und das, obwohl die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von damals 5,2 auf aktuell 3,9 Tage pro Urlauber gesunken ist. Im Sommer zeigt der Langzeitvergleich allerdings ein Minus von 7,88 Millionen. Unter dem Strich bleiben dem heimischen Tourismus um fast fünf Millionen mehr Nächtigungen. (APA, 24.5.2013)

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