Dish setzt im Mobilfunk-Poker um Sprint auf US-Sicherheitsängste

24. Mai 2013, 08:15
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Betet für Sprint 25,5 Mrd. Dollar - Japanische Softbank will für 70 Prozent 20,1 Mrd. Dollar zahlen

Im milliardenschweren Kampf um den US-Mobilfunker Sprint Nextel treibt der einheimische Bieter Dish Network seine politische Kampagne gegen den japanischen Kontrahenten Softbank voran. Mit einer groß angelegten PR-Offensive in mehreren Medien will der zweitgrößte US-Anbieter von Satelliten-TV Kongressabgeordnete und Regierungsvertreter davon überzeugen, dass eine Übernahme durch den asiatischen Rivalen die nationale Sicherheit bedroht.

Argumente

Der Konzern argumentiert dabei seit einiger Zeit, dass dadurch die Sicherheit des Telekommunikationsnetzes in Gefahr sei und Länder wie China deshalb einfacher an Geheimnisse aus den USA kommen könnten.

Dish schaltete Anzeigen in Zeitungen, Magazinen und bei Online-Diensten. Darin spielte das Unternehmen auf die geplatzte Übernahme mehrerer US-Häfen durch das arabische Unternehmen Dubai Ports World vor sieben Jahren an. Damals hatten Sicherheitsbedenken in großen Teilen der Politik die Behörden dazu veranlasst, ihre Zustimmung doch noch zurückzunehmen. Dish bietet für Sprint 25,5 Milliarden Dollar (19,73 Mrd. Euro). Softbank will für 70 Prozent an Sprint 20,1 Milliarden zahlen. (APA, 24.05.13)

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