Poker um "Tagesspiegel" geht weiter

1. August 2003, 14:34
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Anhörung über Fusion von "Tagesspiegel und "Berliner Zeitung" im September - Clement entscheidet über Sondergenehmigung

Der Poker um den Verkauf des Berliner "Tagesspiegel" geht weiter. Der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement setzte eine weitere öffentliche Verhandlung im Verfahren um die beabsichtigte Fusion des Blattes mit der "Berliner Zeitung" an, wie das Ministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Verhandlung um die Ministererlaubnis wurde für den 8. September anberaumt. Ein abschließendes Ergebnis wird nach Medienberichten jedoch frühestens im Herbst erwartet.

"Berliner Zeitung" und "Tagesspiegel" sollen zusammengeführt werden

Der Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag will mit dem Erwerb des Berliner Verlages dessen "Berliner Zeitung" über eine Stiftung mit seinem "Tagesspiegel" zusammenführen. Holtzbrinck hatte argumentiert, dass der defizitäre "Tagesspiegel" alleine wirtschaftlich nicht überleben könnte.

Sondergenehmigung

Hintergrund des Verfahrens ist, dass das Bundeskartellamt der Holtzbrinck-Gruppe untersagt hatte, die "Berliner Zeitung" von Gruner und Jahr zu erwerben. Clement muss nun über eine Sondergenehmigung entscheiden. Holtzbrinck hatte in der Vergangenheit die Unverkäuflichkeit seines "Tagesspiegel" zu beweisen versucht, um den Weg für Clements Entscheidung freizumachen. (APA/AP)

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