Ermittlungen gegen georgische Priester

23. Mai 2013, 17:52
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Geistliche sollen tausende Gläubige aufgehetzt haben - Zwei Jahre Haft drohen

Tiflis - Nach schweren Krawallen gegen eine Demonstration von Homosexuellen in Georgien ermittelt die Justiz der Südkaukasusrepublik gegen zwei orthodoxe Priester. Sie sollen tausende Gläubige aufgehetzt haben. Den Geistlichen drohen nun bis zu zwei Jahre Gefängnis, wie das georgische Innenministerium am Donnerstag mitteilte.

Die Menge war angeblich deshalb so aggressiv gegen die Schwulen und Lesben aufgetreten, weil die Homosexuellen von Kirchenseite mit Kinderschändern gleichgestellt worden waren. Die orthodoxe Kirche genießt enormen Einfluss in der ehemaligen Sowjetrepublik.

Auf einem Video soll zu sehen sein, wie einer der Priester bei der Kundgebung am 17. Mai Todesdrohungen gegen Homosexuelle ausspricht. Bisher waren vier junge Leute wegen ihrer Beteiligung an den Ausschreitungen jeweils zu umgerechnet etwa 45 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Bei den Krawallen in der Hauptstadt Tiflis waren etwa 30 Menschen verletzt worden. (APA, 23.5.2013)

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    Orthodoxe Priester bei der gewalttätigen Kundgebung gegen Homosexuelle in Tiflis.

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