Volksschule soll aufgewertet werden

23. Mai 2013, 17:13
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Vorarlberger Initiative zur Verbesserung der Grundstufe bald auch bundesweit

Bregenz - Volksschullehrerinnen und -lehrer wollen nicht mehr länger tatenlos hinnehmen, dass sich die Bildungsdiskussion nur um die Sekundarstufen dreht. Der Aufruf "Rettet die Volksschule" wurde vor wenigen Wochen erstmals in Vorarlberg laut. Gehört wurde er bei Eltern, beim Familienverband und der Caritas. Gemeinsam mit den Lehrenden fordern sie, den Fokus der Bildungsdiskussion endlich auf die Volksschule zu legen. Eine Petition wurde gestartet.

Mit den aktuellen personellen und räumlichen Ressourcen sei man den steigenden Anforderungen nicht gewachsen, sagt Initiator Bernd Dragosits, Volksschuldirektor in Wolfurt (Bezirk Bregenz): "Viele Kinder bekommen nicht mehr die Qualität an Ausbildung und Betreuung, die sie brauchen." Eine Lehrperson pro Klasse sei der Problemvielfalt nicht gewachsen. Die Initiative fordert zusätzliche Stundenkontingente, für die Grundstufe zwei Lehrende pro Klasse, Beratungslehrer, regionale Schulsozialarbeit. Und das entsprechende Raumprogramm für Ganztagsbetreuung.

Andrea Wiedemann vom Landeselternverband und Andreas Prenn vom Familienverband wollen mehr Geld "regional und flexibel eingesetzt" für " das bestmögliche Umfeld Schule". Wer die Basisausbildung verbessere, trage zur Chancengleichheit bei, sagt Andrea Kramer von der Caritas.

Eine "so breite, überparteiliche Initiative für die Volksschule" wünscht sich der Wiener AHS-Lehrer Daniel Landau, Obmann von Zukunft Bildung, auch bundesweit. Landau ist Mitinitiator und Sprecher eines Personenkomitees, das im September eine österreichweite Plattform zur Stärkung der Volksschule vorstellen wird - quasi als Vorgabe für die neue Bundesregierung. (jub, DER STANDARD, 23.5.2013)

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    Eine Vorarlberger Initiative will die Volksschule stärken.

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