Drohnen zum Schutz von Rehkitzen im Mühlviertel

23. Mai 2013, 14:19
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Jungkitze sollen vor Tod durch Mähmaschinen bewährt werden

Bad Zell - Ein Drohneneinsatz zum Schutz von Rehkitzen ist derzeit im Mühlviertel in Oberösterreich im Gang. Jäger testen in Bad Zell eine Drohne mit Kamera, um im hohen Gras versteckte Rehkitze aufzuspüren und so vor dem Tod durch Mähmaschinen zu bewahren. Das berichtete der ORF in der Sendung "Oberösterreich heute" am Mittwochabend.

Hunderte kleine Rehe jährlich getötet

In Oberösterreich werden jedes Jahr Hunderte kleine Rehe das Opfer von Mäharbeiten. Sie flüchten nicht vor den anrückenden Maschinen, sondern drücken sich auf den Boden und werden dann regelrecht zerstückelt. Ein Jäger aus dem Mühlviertel hat gemeinsam mit einem Kollegen aus Bayern ein Forschungsteam der Technischen Universität München auf das Problem aufmerksam gemacht. Es arbeitet jetzt gemeinsam mit den Waidmännern an einer perfekten und vor allem erschwinglichen Kitzsuchlösung für die Zukunft.

Für den Test wurde ein Oktocopter mit einer Infrarot- und einer Normalkamera ausgestattet. Das Fluggerät orientiert sich mit dem GPS-System. Wird ein Rehkitz damit aus der Luft geortet wird, wird der Platz markiert. Ein Jäger geht dorthin, holt das Jungtier aus dem Feld und setzt es erst nach dem Mähen wieder aus. Wenn der Test erfolgreich verläuft, soll die Drohne zum Schutz der kleinen Rehe in Serie gehen. (APA, 23.5.2013)

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    In Deutschland werden fliegende Infrot-Kameras zum Schutz von Rehkitzen bereits im "Wildretter-Projekt" eingesetzt.

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