Neue Querungen für Radler durch die Wiener Innenstadt definiert

23. Mai 2013, 11:58
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Radfahrbeauftragter Martin Blum stellte die erste von drei farblich markierten Durchfahrten vor

Die Wiener Innenstadt ist als Labyrinth aus Fußgängerzonen, Einbahnstraßen und Sackgassen nur zu Fuß oder per U-Bahn halbwegs direkt zu durchqueren. Der motorisierte Verkehr und Radfahrer waren bisher zum Umfahren des ersten Bezirks auf der Ringstraße angehalten. Zumindest den Radlern will die Stadt Wien nun mehrere Optionen zur Querung bieten.

Am Donnerstag brachte der Fahrradbeauftragte der Stadt, Martin Blum, anlässlich eines Medientermins die Markierungen auf der ersten von drei Traversen durch die City an. Das Leitsystem sieht Markierungen der drei Routen in unterschiedlichen Farben vor. Neben der am Donnerstag gekennzeichneten roten Route werden die zwei weiteren Routen in Gelb und Grün gehalten.


vergrößern 1000x1000 – Karte: Mobilitätsagentur Wien

Oper bis Uni, Burgtor bis Kai, Stubentor bis Börse

Die erste Querung zieht sich von der Oper über die Augustinerstraße, die Herrengasse und die Freyung zum Schottentor. Die 1,4 Kilometer lange Strecke ist mit 60 Piktogrammen auf der Straße und sieben Tafeln gekennzeichnet.

Die zweite Querung verläuft vom Burgtor zum Franz-Josefs-Kai und ist in dieser Richtung ebenfalls schon befahrbar. Anders als heute soll in Zukunft auch die Fahrt in die Gegenrichtung möglich sein. An der konkreten Umsetzung für die Passage des Grabens und die Einbahn in der Habsburgergasse werde derzeit gearbeitet, so die städtische Radagentur in einer Aussendung.

Die dritte Querung führt vom Dr.-Karl-Lueger-Platz beim Stubentor über die Bäckerstraße, den Hohen Markt und die Wipplingerstraße zur Börse am Schottenring. Bis die Radler gegen die Einbahn in der Wipplingerstraße fahren dürfen, ist auch diese Querung nur in eine Richtung möglich. Nach der Freigabe dürfen sie Radfahrer auch von Nordwest nach Südost befahren.


Foto: Sebastian Philipp/Mobilitätsagentur Wien

Mögliche Durchfahrten sind vielen Radlern unbekannt

"Die City-Querungen helfen den Radfahrenden in Wien, sicher und komfortabel durch die Wiener Innenstadt zu kommen. Sie beleben gleichzeitig die City. Dadurch entsteht ein Nutzen für die Wirtschaft der Innenstadt", sagte Blum.

Abkürzungen würden durch die Markierungen besser sichtbar und die Radverkehrs-Infrastruktur besser nutzbar, so Blum: "Rückmeldungen haben gezeigt, dass es vielen Radfahrenden unbekannt ist, welche Durchfahrten mit dem Rad durch die Innenstadt möglich sind. Das neue Leitsystem schafft da Abhilfe und ermöglicht Radfahrenden das Auffinden des Weges durch die City." (red, derStandard.at, 23.5.2013)

  • Radverkehrsbeauftragter Martin Blum sprüht noch selbst.
    foto: sebastian philipp/mobilitätsagentur wien

    Radverkehrsbeauftragter Martin Blum sprüht noch selbst.

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