Wien will grüne Welle für Radfahrer prüfen

23. Mai 2013, 09:26
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Maria Vassilakou überzeugt: "Wien steht erst am Anfang eines Fahrradbooms"

Wien - Rot und Grün ziehen in Wien beim Radverkehr an einem Strang. Zumindest ist das aus einem gemeinsamen "Grundsatzbeschluss" zu schließen, der am Mittwoch im Gemeinderat abgesegnet wurde. Dieser hält fest, dass sich die Rahmenbedingungen für das Radeln in Wien weiter verbessern sollen - etwa durch eine Änderung der Steuerung von Ampelphasen, den Ausbau des Radwegnetzes und die Schaffung neuer Abstellanlagen.

"Radfahren ist ein Thema, das regelmäßig in Wien für Aufregung sorgt", sagte die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou vor dem Beschluss in Anspielung auf aktuelle Debatten etwa über die testweise Grünfärbung von Radwegen. Trotzdem zeigte sie sich überzeugt: "Wien steht erst am Anfang eines Fahrradbooms."

Sechs Prozent Radanteil

Der Anteil des Radverkehrs beträgt derzeit laut Vassilakou knapp über sechs Prozent, "dieser Anteil ist sehr gering". In anderen Städten sei er bedeutend höher. Manche in Wien seien offenbar der Meinung, dass mit einem höheren Anteil die Welt untergehe. Doch Vassilakou beruhigte: "Das Gegenteil ist der Fall. Die Welt geht nicht unter. Städte mit hohem Radanteil gewinnen an Lebensqualität."

Dementsprechend will die Stadt - gemeinsam mit den Bezirken - nun eine Reihe von Maßnahmen "mit hoher Priorität" verfolgen, wie es im Antrag heißt. Konkret sollen die Lücken im Radwegnetz geschlossen und das Fahren gegen Einbahnen "möglichst flächendeckend" erlaubt werden. Weiters soll ein Beschilderungs- und Markierungssystem für hochrangige bzw. wichtige Radverbindungen geschaffen werden.

Grüne Welle wird geprüft

Auch die Einrichtung von mehr Fahrradstraßen und die Aufhebung der Benützungspflicht von Radwegen, "wo dies die Verkehrssicherheit zulässt", ist geplant. Neue Abstellmöglichkeiten an häufig frequentierten Orten sind ebenfalls vorgesehen. So wird es etwa am Hauptbahnhof eine wettergeschützte Fahrradstation geben. In Sachen Ampelschaltung wird geprüft, ob Grüne Wellen für Radfahrende eingerichtet werden könnten.

Fix ist: "Zunehmender Radverkehr benötigt aber auch zusätzliches Geld." Insbesondere im Dialog mit "oft noch skeptischen bzw. verunsicherten Bevölkerungsteilen" seien personelle wie finanzielle Anstrengungen nötig, heißt es im Antrag. Diese würden sich aber bald rechnen, da etwa im Gesundheitsbereich dadurch Einsparungen möglich seien, wird versichert.

Der Antrag wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien SPÖ und Grüne angenommen. Keine Zustimmung kam von FPÖ und ÖVP - die stattdessen Kritik an der Radpolitik der Stadt übten. (APA, 23.5.2013)

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    Demnächst könnte die grüne Welle für Radfahrer kommen.

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