Annas Farben

25. August 2003, 17:00
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Ariane Rüdigers neues Buch dreht sich um die Geschichte einer Frau in Zeiten des Klonens

Anna lebt in München, arbeitet als Computergrafikerin und ist eigentlich mit ihrem Leben sehr unzufrieden. Da taucht ihr verschollener Bruder Udo aus den USA mit einer ungewöhnlichen Bitte auf. Der Genetiker will als erster einen Menschen-Klon erschaffen - und Anna klonen. Dieser Plan wirft ihr Leben durcheinander: Freundschaften, ihre Arbeit und die kriselnde Beziehung zu ihrer Partnerin Tania.

Die Erzählung ist kein Krimi, keine Science-Fiction, siedelt sich aber doch irgendwo dazwischen an. Aus unterschiedlichen Erzähl-Perspektiven handelt sie von Familie, Gentechnik und lesbischem Alltag und wirft im Hintergrund Fragen nach Moral und der Vererbbarkeit von Homosexualität auf. Ein abschließendes Glossar führt in die Begrifflichkeit von Genetik und Klonen ein. Obwohl Ariane Rüdiger bereits zwei Bücher im Querverlag veröffentlicht hat, ist ihr drittes Buch in Eigenproduktion erschienen. Das ändert jedoch nichts an einer spannenden Lektüre. (dy)

Ariane Rüdiger.
Annas Farben.
Eine Familiengeschichte aus dem Klonzeitalter.

BoD GmbH, Norderstedt 2003.
256 S. / 16,50 €.
ISBN 3-8330-0209-3

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