Unter afrikanischer Sonne

25. August 2003, 17:02
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Alexandra Fuller beschreibt ihre Kindheit und Jugend in Afrika

Zwei Jahre ist Alexandra Fuller alt, als ihre Eltern zu Beginn der Siebzigerjahre England den Rücken kehren und nach Rhodesien (das heutige Simbabwe) auswandern. Es ist ein hartes Leben voller Entbehrungen, das die Familie erwartet. Dem faszinierenden, schönen Land voller Hitze und Staub fühlt sich Alexandra jedoch sehr bald verbunden. Sie wächst im Bürgerkrieg auf, siedelt sich später mit der Familie in Malawi und Sambia an. Trotz aller Widrigkeiten wird ihr der Kontinent zur geliebten Heimat.

Die amerikanische Originalausgabe "Don't Let's Go To The Dogs Tonight" feierte einen unerwarteten Erfolg. Erschütternd beschreibt Fuller das Wüten des Bürgerkriegs, die eigenen Familienverhältnisse und die Armut. Von Kindheit an anders geprägt erfährt sie langsam - nicht zuletzt durch die Öffnung ihrer Schule für afrikanische SchülerInnen - die Gleichwertigkeit der einheimischen Bevölkerung. Im Gegensatz zur Originalausgabe fehlen in dieser Buchausgabe leider die zeitgenössischen Schwarzweißaufnahmen der Autorin und eine Karte von Ostafrika. (dy)

Alexandra Fuller.
Unter afrikanischer Sonne.
Meine Kindheit in Simbabwe.

Goldmann Verlag, München 2003.
317 S. / 22,60 €.
ISBN 3-442-30973-5

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