Frauen speziell diskriminiert

30. August 2003, 13:25
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Weniger Lohn für "atypisch Beschäftigte"

Wien - Atypisch Beschäftigte, also freie DienstnehmerInnen und neue Selbständige, sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt: Sie müssen große Einkommens- und Arbeitszeitschwankungen hinnehmen. Das mittlere Netto-Einkommen liegt bei 900 Euro, der Netto-Durchschnittsstundenverdienst bei 7,73 Euro. Normalbeschäftigte verdienen im Schnitt 10 Euro.

Atypisch Beschäftigte sind meist jünger als 35, weiblich und ein Großteil von ihnen hat zumindest Matura. Besonders Frauen sind diskriminiert: Auf der Basis der Stundenverdienste verdienen sie mit Matura um 9 Prozent weniger als Männer. 80 Prozent der freien DienstnehmerInnen und 63 Prozent der neuen Selbständigen haben nur einen einzige/n Auftraggeber/in, was bedeutet, dass sie von einem Beschäftiger wirtschaftlich abhängig sind. Auch bei der sozialen Absicherung erleben atypisch Beschäftigte Nachteile.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine von ÖGB und AK unter rund 600 Personen durchgeführte Studie. (DER STANDARD, Printausgabe 23.07.2003)

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