Bondy inszeniert Händel, Chereau Mozart

1. August 2003, 14:12
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Opernfestivals im südfranzösischen Aix-en-Provence strebt Koproduktionen mit den Wiener Festwochen an

Aix-en-Provence/Wien - Die 55. Ausgabe des Opernfestivals im südfranzösischen Aix-en-Provence fiel heuer (vor ihrer endgültigen Absage) streikbedingt so mager aus wie nie zuvor. Doch die nun bekannt gegebenen Pläne für 2004 und 2005 sind unverändert ambitioniert. Zwei Inszenierungen sind als Koproduktionen mit den Wiener Festwochen angekündigt: 2004 inszeniert Luc Bondy Händels "Hercules" (mit William Christie und den Arts Florissants), 2005 realisiert Patrice Chereau mit Dirigent Daniel Harding und dem Mahler Chamber Orchestra Mozarts "Cosi fan Tutte". Beide Male fungiert die Pariser Oper als weiterer Koproduktions-Partner.

Während die Wiener Festwochen auf Anfrage der APA beide Koproduktionen bestätigen, steht laut Festwochen-Büro derzeit noch nicht fest, ob eine weitere Inszenierung von Luc Bondy auch in Wien zu sehen sein wird: Der Festwochen-Intendant inszeniert Philippe Boesmans Oper "Mademoiselle Julie" (nach Strindberg). Die Produktion wird im März 2005 im Theatre de la Monnaie in Brüssel herauskommen und danach in Aix gezeigt.

Neben einer Inszenierung von Prokofjews "Die Liebe zu den drei Orangen" durch Philippe Calvario (2004) und Rossinis "Barbier von Sevilla" durch David Radok (2005) ist in Aix auch eine neue Produktion der Choreografin Anne Teresa de Keersmaeker (2004) angekündigt. Die heuer fast gänzlich entfallenen Aufführungen von "Die Entführung aus dem Serail", "Wozzeck" und "La Traviata" sollen in den kommenden beiden Saisonen nachgeholt werden. Für 2006 ist als Koproduktion mit den Salzburger Osterfestspielen der Beginn des neuen "Ring"-Zyklus angekündigt: Stephane Braunschweig inszeniert "Das Rheingold", Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker. (APA)

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