Frauen sind hitzeempfindlicher als Männer

6. August 2003, 11:17
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Richtig trinken und essen beugt Kreislaufproblemen vor

Wien/Bad Aachen - Bei Temperaturen oberhalb der 30 Grad-Grenze muss der Organismus durch reichliches Schwitzen über Verdunstungskälte die Körpertemperatur reduzieren. Wer dann nicht rechtzeitig "nachfüllt" und die ausgeschwitzten Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Magnesium oder Zink ersetzt, bekommt Kreislaufprobleme. Frauen, deren Blutdruck durchschnittlich tiefer ist, leiden mehr unter der Hitze als Männer.

Warme Getränke sind besser

Eiskalte Getränke erfrischen nur kurz und helfen wenig, da sie den Körper anregen, noch mehr Wärme zu produzieren. "Von den Wüstenvölkern können wir lernen, dass warme Getränke wie Früchtetee, der gleichzeitig auch noch wichtige Mineralstoffe wie Kalium enthält, die Schweißproduktion weniger anregt als Eiskaltes", empfiehlt Sven-David Müller von der deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen.

Auf Mineralstoffe achten

Auch zimmerwarmes Mineralwasser ist gut geeignet, wenn es mindestens 200 Milligramm Natrium und 50 Milligramm Magnesium enthält. Trinkwasser hingegen ist relativ mineralstoffarm, so Müller. Um den schweißbedingten Salzverlust auszugleichen, kann es sinnvoll sein, zusätzlich ein bis zwei Mal täglich eine Prise Salz in den Tee oder über Gemüse und Salat zu geben. Wer fluoridiertes Jodsalz mit Folsäure verwendet, macht gleichzeitig Schilddrüse, Knochen, Zähnen und Blutgefäßen eine Freude.

Alkohol und Limonaden vermeiden

Ungeeignet, um die notwendige Trinkmenge von 2,5 Litern und mehr aufzunehmen, sind alkoholische Getränke, koffeinhaltiger Tee und Kaffee sowie Energydrinks, die allesamt die Puls- und die Schwitzfrequenz erhöhen. Alkohol belastet den Kreislauf und den Stoffwechsel. Zuckerhaltige Getränke wie Cola oder Limonaden sind keine Durstlöscher, sondern machen erst recht Durst - und der Bikini-Figur mit 400 bis 600 Kilokalorien pro Liter den Garaus.

Lauwarme Duschen und leichte Kost

Bei eiskalten Duschen ist Vorsicht geboten: Nicht nur bei herzkranken Menschen drohen negative Folgen, denn durch den extremen Kältereiz kommt es zur Verengung der Herzkranzgefäße.

Fettreiche Speisen in großen Portionen belasten den Kreislauf, da große Mengen Blut im Magen-Darmtrakt erforderlich sind. Die ErnährungsmedizinerInnen raten zu reichlich Gemüse, Obst, fettarmen Milchprodukten und leicht verdaulichem Fisch. (APA)

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