"Haben ja auch ein bisschen unösterreichisch gespielt"

22. Mai 2013, 23:38
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  • Austria - Mattersburg

Peter Stöger (Austria-Trainer): "Eine unglaubliche Saison, wir haben alles mitgenommen. Das ist mein schönster Meistertitel, weil er schwer erarbeitet war. Und noch nie mit einer Mannschaft, die immer 100 Prozent gegeben hat, sonst wäre es nicht möglich gewesen, gegen diese Salzburger zu bestehen. Es war gegen die Salzburger ein harter Fight über die ganze Saison, das macht mich stolz, hat aber mit Genugtuung nichts zu tun. Die Truppe war ein Traum, hat alles aus sich herausgeholt. Diese Mannschaft tut alles für den Erfolg, wir haben uns alles hart erarbeiten müssen. Ich muss mich bei meinem Trainerteam bedanken - super Arbeiter, super Fachleute und super Freunde. Und die Leute haben wir zurückgeholt, die Fans sind wieder zufrieden - wunderbar."

Zu seiner frühen öffentlichen Zielsetzung, den Titel anzustreben: "Ich bin offensiv herangegangen. Das ist vielleicht unösterreichisch, aber wir haben ja auch ein bisschen unösterreichisch gespielt."

Zu den Bremen-Gerüchten: "Das ist alles wurscht heute."

Philipp Hosiner (Austria-Stürmer): "Ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben einen langen Atem gehabt, Salzburg hat uns in den letzten Spielen sehr unter Druck gesetzt. Wir haben alle eine tolle Saison gespielt. Ich habe viele Tore der Mannschaft zu verdanken, habe schöne Assists bekommen. Wir wollen am 30. Mai den Cupsieg dazuholen. Es wäre sehr schön, wenn die Mannschaft zusammenbleibt, auch der Trainer. Dann wollen wir in der Champions-League-Qualifikation für Furore sorgen."

Heinz Lindner (Austria-Tormann): "Meister - das hört sich saugeil an. Wir haben die ganze Saison dominiert. Natürlich kann man so ein Spiel genießen, wir sind noch nie so gut in ein Spiel gestartet, das spielt sich dann locker runter."

Florian Mader (Austria-Mittelfeldspieler): "Wir haben ein unglaubliches Jahr gehabt, wir haben uns das verdient."

Roman Kienast (Austria-Stürmer): "Meister ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin es zum dritten Mal geworden, ich hoffe, es geht so weiter. Wir hatten die beste Offenisve, das beste Mittelfeld, die beste Verteidigung, den besten Tormann - was will man mehr. Wenn wir heute nicht feiern, wann dann?"

Manuel Ortlechner (Austria-Kapitän): "Unbeschreiblich, abnormal, der ganze Tag war schon ewig lange, ich habe aber von Anfang an ein super Gefühl gehabt. Wenn mir das jemand vor fünf Jahren gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt." Zu Wechselgerüchten um Stöger: "Er weiß ganz genau, wir gern wir es hätten, dass er hier bleibt."

Markus Kraetschmer (Wirtschafts-Vorstand Austria): "Das ist der schönste Titel. 2006 haben viele die Austria für tot erklärt, nachdem Stronach und Magna ihren Abgang angekündigt haben. Wir haben in den letzten Jahren extrem hart gearbeitet, neue Strukturen aufgebaut - heute ernten wir die Arbeit. Die Austria ist am richtigen Weg, wir wissen, wohin wir wollen. Wir bekommen eine Jahrhundertchance in der Champions-League-Qualifikation. Wir wollen die Mannschaft zusammenhalten, wir wollen Stöger langfristig halten. Wir wollen niemandem die Chance verbauen, aber Stöger weiß, was hier entstehen kann. Wir müssen auch niemanden verkaufen. Diesen Weg gehen wir weiter. Wir brauchen im Moment keine Verstärkungen. Wir haben es gestern auch zu Ortlechner und Suttner gesagt: Überlegt, welche Chance ihr habt, gerade in der CL-Qualifikation, lasst uns den Weg gemeinsam gehen."

Thomas Parits (Sport-Vorstand Austria): "Wir haben eine hervorragende Saison gespielt und einen schönen Fußball gezeigt. Salzburg ist als Favorit in die Liga gegangen, aber die Mannschaft und das Trainerteam haben hervorragende Arbeit geleistet. Ich hoffe, dass wir zumindest die erste Runde in der CL-Qualifikation überstehen, dann wären wir fix in der Europa-League-Gruppenphase - da wäre ich schon zufrieden."

Hans Rinner (Bundesliga-Präsident): "Ich gratuliere Peter Stöger und seiner Mannschaft zu dieser überragenden Leistung. Der FK Austria Wien ist absolut verdienter Meister, konnte die Mannschaft ja sogar den Punkterekord - mit bis jetzt 82 erreichten Punkten - bereits nach der 35. Runde erreichen. An dieser Stelle möchte ich dem FK Austria Wien auch alles Gute und viel Erfolg für die bevorstehenden Champions-League Qualifikationsspiele wünschen."

Georg Pangl (Bundesliga-Vorstand): "Gratulation an den FK Austria Wien! Die Mannschaft von Trainer Peter Stöger hat gezeigt, dass mit Konsequenz, Durchhaltevermögen und vor allem Teamgeist alles möglich ist. Der erste Streich ist heute nach nur 35 Runden gelungen, jetzt hat Austria Wien natürlich noch die Chance, sich den Cup-Pokal zu sichern. Jedenfalls wünsche ich der Mannschaft schon jetzt allen erdenklichen Erfolg für die bevorstehende Champions-League-Qualifikation. Ich würde mir wünschen, dass uns Austria Wien auf internationaler Ebene genauso stark repräsentiert wie in der Bundesliga."

  • Ried - Salzburg

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Wir haben sehr stark begonnen. Unerklärlicherweise sind wir dann zurückgefallen, haben uns vom schnellen Kombinationsspiel der Salzburger beeindrucken lassen, sind aber nach dem Anschlusstreffer gut zurückgekommen. Dann hat meine Mannschaft wirklich Moral gezeigt und verdient den Ausgleich gemacht. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit um einiges besser auf das Spiel der Bullen einstellen können. Die Chance auf die Europa League besteht, wir werden uns zu 100 Prozent auf dieses Spiel vorbereiten und sind in der Lage, Rapid in Wien zu schlagen."

Thomas Gebauer (Torhüter Ried): "Red Bull Salzburg hat eine gute Saison gespielt, nur war die Austria Wien überragend."

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Wir haben sehr gut angefangen, sind verdient 2:0 in Führung gegangen, hätten das 3:0 machen müssen und haben dann unerklärlicherweise nach dem Anschlusstreffer die fußballerische Linie verloren. Wir wollten eigentlich ohne Verlustpunkte die Saison beenden, deshalb bin ich schon enttäuscht. Allerdings ist es gegen Ried sehr schwer zu spielen.

"Der Hauptknackpunkt ist, dass die Wiener Austria 82 Punkte gemacht hat, das ist sensationell und dazu kann man nur gratulieren. Über die ganze Saison gesehen ist die Austria ein würdiger und verdienter Meister. Sie haben jetzt allen Grund zu feiern. Besondere Gratulation und Kompliment an Peter Stöger."

Kevin Kampl (Spieler Salzburg): "Respekt an die Austria, sie sind ein würdiger Meister. Sie waren cleverer und konstanter als wir. Wir haben uns sicher mehr erhofft. Wir mussten einige Rückschläge hinnehmen, haben aber trotzdem eine tolle Rückrunde gespielt und können darauf aufbauen."

Eddy Gustafsson (Torhüter Salzburg): "Gratulation an die Austria. Mit dieser Konstanz haben sie die Meisterschaft verdient. Wir sind Zweiter, aber auch das sehe ich positiv. Denn wir sind in den letzten Runden als Mannschaft zusammengewachsen. Das junge Team nimmt eine gute Entwicklung und ich denke, dass man in Salzburg mit dieser Mannschaft noch viel Freude haben wird."

  • Wacker - Sturm

Roland Kirchler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Sturm Graz ist ein- bis zweimal vor unser Tor gekommen, ansonsten haben wir das Spiel dominiert. Den Gegentreffer kurz vor der Pause hatten wir nicht eingeplant, aber die Mannschaft war nur ganz kurz still. Ich habe eine geile Mannschaft, wenn man sieht, wie sie sich selbst aus dem Dreck gezogen hat. Wenn wir so spielen, werden wir nicht absteigen. In der ersten Hälfte waren wir zu hektisch und haben dadurch zu viele Chancen vergeben. Die Liga ist unglaublich spannend, am Sonntag werden wir mit den Quoten 'Wetten dass...' schlagen. Wenn die Mannschaft in Wolfsberg wieder mit solchem Herz und Leidenschaft spielt, werden wir es schaffen. Es wäre auch schade um diese geile Truppe. Zur Pause habe ich den Siegestreffer in der 91. Minute prophezeit."

Markus Schopp (Sturm-Graz-Trainer): "Mit dieser Niederlage müssen wir leben. Wenn man aber sieht, wie das 1:2 gefallen ist - so etwas darf nicht passieren. Die Mannschaft hätte sich ein Remis verdient. Wir waren gut eingestellt und haben das Spiel in der ersten Hälfte kontrolliert. In der zweiten Hälfte haben wir gewusst, dass Innsbruck gefährlich wird, besonders durch Standards, und so war es dann auch. Ich habe zu Kenntnis genommen, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat. Ich habe aber auch zu Kenntnis genommen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Unsere Europacup-Chance lebt. Es war positiv, wie sich die Mannschaft präsentiert hat."

  • Wiener Neustadt - WAC

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wr. Neustadt): "Ich bin unheimlich stolz auf meine Burschen. Es war begeisternd, welche Energie sie freigesetzt haben. Man hat gesehen, welch guter Geist in dieser Mannschaft steckt und auch welches Können vorhanden ist. Auch die ungerechte Rote Karte konnte uns nicht bremsen. An diesem Tag haben wir einfach alles richtig gemacht."

Nenad Bjelica (Trainer WAC): "In den letzten Wochen fehlt es uns an Frische, dadurch kommen wir zu wenig Torchancen. Außerdem spielen unsere zwei, drei Topspieler nicht auf dem ganz hohen Niveau wie vorher. Es ist noch immer alles möglich, wir versuchen gut zu regenerieren, uns am Sonntag mit einem Sieg gegen Innsbruck zu verabschieden und vielleicht das Ticket für Europa zu lösen."

  • Admira - Rapid

Dietmar Kühbauer (Trainer Admira): "Das haben wir uns anders vorgestellt, wir wollten unbedingt punkten. Leider ist das nicht geglückt, obwohl Rapid nicht einmal so stark war. Der Wille war da, aber vielleicht hätten wir mehr kämpfen müssen und die eine oder andere Chance nützen. Jetzt brauchen wir in Mattersburg eine tolle Leistung, um in der Liga zu bleiben."

Daniel Drescher (Admira-Spieler): "Ob die Situation gegen mich Elfmeter war, weiß ich nicht, es ist zu schnell gegangen. Gegeben hat es jedenfalls keinen. Das Ganze lief anders, als wir uns das vorgestellt hatten. Jetzt ist der Druck noch größer geworden. Jetzt müssen wir in Mattersburg unbedingt gewinnen."

Zoran Barisic (Trainer Rapid): "Ich bin erleichtert. Auch wenn heute nicht alles Gold war. Ich habe einige Junge spielen lassen, wir waren offensiv ausgerichtet. Umso mehr freut mich dieser verdiente Sieg. Das mit der Admira tut mir weh. Aber ich glaube, dass sie es trotzdem schaffen, oben zu bleiben."



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