Viel Emotion im Finale

22. Mai 2013, 19:13
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Oberwart will die Endspielserie gegen BC Vienna am Donnerstag verlängern

Oberwart - Mit einer Hand am Meisterpokal reist der BC Vienna am Donnerstag zum dritten Spiel der "best-of-five"- Finalserie in der Admiral Basketball Bundesliga (ABL) nach Oberwart. Die Wiener führen 2: 0, können bereits die Entscheidung herbeiführen. Die Gunners stehen vor einem Pflichtsieg. Der Aufwurf zum emotionsgeladenen Duell erfolgt um 19.30 Uhr (Sky Sport Austria).

Oberwart verzichtete auf einen Protest gegen die Wertung des zweiten Finales, das der BC Vienna am Sonntag mit 78:76 nach Verlängerung gewonnen hatte. Ein Gunners-Dreipunkter von Darnell Hinson kam laut Referee-Entscheidung (nach Videoanalyse) um den Bruchteil einer Sekunde zu spät. Die Burgenländer bezeichneten dies als "äußerst umstritten", wie auf ihrer Homepage zu lesen war.

Trotz des 0:2 - ein solcher Stand in einer Finalserie wurde bisher nur 2003 von den Kapfenberg Bulls gegen die Swans Gmunden gedreht - denken die Gunners nicht ans Aufgeben. Mit einem Heimsieg am Donnerstag wollen sie ein viertes Spiel erzwingen, das am Samstag (18 Uhr, Sky Sport Austria live) neuerlich in Oberwart in Szene ginge. Die Südburgenländer stehen in ihrem siebenten Meisterschaftsfinale seit 1997. Einmal, vor zwei Jahren, holten sie den Titel.

Damit die Oberwarter ihre Chancen wahren können, sind nicht nur die "big three" Darnell Hinson, Seamus Boxley und Richard Chaney gefordert, es wird auch mehr von der Bank kommen müssen. Nach zwei Endspielen haben die nicht der Startformation angehörenden Spieler der Wiener 56, die der Gunners lediglich 21 Punkte erzielt. In der Sonntag-Partie war das Verhältnis mit 35:6 besonders eklatant.

Setzen sich die Wiener als Debütanten in der Finalserie durch, holen sie als viertes Team nach Klosterneuburg (1987), Traiskirchen (1991, damals UB Möllersdorf) und der früheren UKJ St. Pölten (1993) gleich bei der ersten Finalteilnahme den Meisterpokal. Außerdem würde die Hauptstadt erstmals seit 1992 (SPI Wien) den Titelträger stellen. Und die Liga hätte in diesem Fall den sechsten Champion seit 2008, nach den Fürstenfeld Panthers, WBC Wels (2009), Gmunden (2010), Oberwart (2011) und Klosterneuburg (2012). (APA, red, DER STANDARD 23.05.2013)

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