Jetzt wird neu gerechnet

22. Mai 2013, 18:56
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Das Kuratorium verlangt von Pereira Budgetdisziplin: Ausgaben mit 61 Millionen Euro gedeckelt

Salzburg – Die Kuratoriumssitzung der Salzburger Festspiele hat nicht zum Eklat wegen des Festival-Budgets (für 2014) geführt: "Ich bin froh, dass das Kuratorium und das Direktorium einen gemeinsamen Weg für die Zukunft der Festspiele gefunden haben. Und ich bin Teil dieses Weges" , freute sich Pereira nach der Sitzung. Wie lange er dies sein wird, ist indes nicht klar; Pereira ist auch einer der Favoriten für die Leitung der Mailänder Scala. Diese Entscheidung könnte schon am Donnerstag, 23.5., fallen. 

Das Kuratorium hat das Budget der Festspiele (2014) auch nicht genehmigt, sondern Pereira beauftragt, nicht mehr als 61 Millionen Euro für sein Programm zu budgetieren. Außerdem wurde er verpflichtet, Reserven für das künftige Programm anzulegen. Das Direktorium soll das Budget 2014 also überarbeiten und in den kommenden zwei Wochen vorlegen. Noch im Juni soll es in einer weiteren Sitzung beschlossen werden. Kuratoriums-Vorsitzende Andrea Ecker: "Pereira sagt immer zu uns: 'Gehen Sie doch über die Brücke!’ Ich glaube, wir haben uns in der Mitte der Brücke getroffen. Ich bin zuversichtlich, dass dies realistisch ist."  Auch Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler betonte, dass "die Sitzung vertrauensbildend war."  

Rabl-Stadler hat das von Pereira vorgelegte Budget von 63 Millionen Euro nicht unterschrieben, da sie "nicht den Vorgaben des Kuratoriums zuwiderhandeln"  wollte. Pereira habe versprochen, auf den neuen Beschluss einzugehen und wie verlangt, 61 Millionen Euro zu budgetieren. Rabl-Stadler: "Wir werden das zur Deckung bringen. Ich hätte schon im Vorfeld Ideen gehabt, wie man das zusammenbringen kann, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass auch Pereira konsensfähig ist. Schlüsselwerke werden wir keine streichen müssen." 

Die Finanzreserve soll etwa zwei Millionen Euro betragen; zur Zeit gibt es eine solche nicht. "Das ist uns 2012 erstmals seit vielen Jahren nicht gelungen" , so Rabl-Stadler. "Für das Budget 2014 werden wir eine solche Reserve wieder einbauen – diese soll dann 2016 wirksam werden. Wir wollen die Reserve mit zusätzlichen Einnahmen erreichen, nicht durch das Ausschöpfen von einzelnen Reserven, die in jedem einzelnen Projekt enthalten sind." 

 Dies sei "immer ein Risiko, besonders mit einem so abenteuerfreudigen Intendanten wie Alexander Pereira."  (APA, tos, DER STANDARD, 23.5.2013)

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