Sonnenbrandrisiko mit einer App ermitteln

22. Mai 2013, 12:28
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Österreichische Forscher haben ein System entwickelt, das via Smartphone und Sensor das individuelle Sonnenbrandrisiko anzeigt

Seibersdorf/Wien - Auch wenn wir uns momentan nicht vor der Sonne schützen brauchen, teilten nun Forscher von der Seibersdorf GmbH mit, dass sie eine Smartphone-App entwickelt haben, mit der sich individuell abschätzen lässt, wie lange die Haut der jeweilig vorhandenen Sonnenbestrahlung schadlos ausgesetzt werden kann.

Die Wissenschaftler machen sich für ihren Ansatz den Umstand zunutze, dass handelsübliche Smartphones bereits mit einigen technischen Funktionselementen ausgestattet sind. - Bis auf einen Sensor zur Analyse der Lichtverhältnisse und einem System, das die Messsignale für die Übertragung an das Mobiltelefon verstärkt, sei alles bereits vorhanden, was für ein Sonnenbrand-Warnsystem benötigt werde, so die Entwickler.

Drahtloser Informationsaustausch

Zur Übermittlung der Daten nutzen die Forscher den neuen Kurzstrecken-Funkstandard "Nahfeldkommunikation" (NFC). Ein NFC-fähiges Telefon kann so drahtlos Informationen mit anderen Geräten austauschen, gegebenenfalls auch mit einem Messgerät. Der dafür notwendige Transponder bezieht seine Energie aus dem magnetischen Wechselfeld, das vom Smartphone für die Datenkommunikation erzeugt wird.

Das Herzstück des zum Patent angemeldeten Sensors besteht aus einer Photodiode, die die UV-Anteile im Lichtspektrum aufzeichnet. Die mit diesem stark vereinfachten Messverfahren ermittelten Werte werden in einen Näherungswert für die aktuelle UV-Belastung umgerechnet.

Dafür vergleicht das System die aktuellen Daten mit einer Vielzahl an Messergebnissen von hochauflösenden Spektrometern, die in diversen Datenbanken zur Verfügung stehen. Um die Einschätzung der hautschädlichen Lichtanteile zu präzisieren, sollen auch Ergebnisse von Computersimulationen, die Lichtzusammensetzungen etwa unter Berücksichtigung des Sonnenstandes oder verschiedener Dichten der Ozonschicht, in die Analyse einfließen.

Noch nicht auf dem Markt

Die Benutzer können über das Smartphone auch ihren  Hauttyp - der als Indikator für die individuelle Hautempfindlichkeit dient - einstellen. So soll die App dann auch ermitteln können, ab wann ein Sonnenbrand droht.

Für eine kommerzielle Umsetzung befindet sich das Unternehmen noch auf Partnersuche, heißt es aus dem Tochterunternehmen des Austrian Institute of Technology (AIT). (APA/red, derStandard.at, 22.5.2013)

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    Die App soll das Sonnbrandrisiko ermitteln und so leuchtend roten Armen und Beinen vorbeugen.

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