Euro wieder über 1,29 Dollar

23. Mai 2013, 18:22
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Der Euro ist am Donnerstag nach überraschend guten Konjunkturdaten aus der Eurozone wieder über 1,29 US-Dollar gestiegen. Gegen 18 Uhr kostete die Gemeinschaftswährung 1,2945 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2888 (Mittwoch: 1,2923) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7759 (0,7738) Euro.

Eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern der Eurozone sorgte am Devisenmarkt für eine handfeste Überraschung und verlieh der Gemeinschaftswährung neuen Auftrieb. Im Mai hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Der am Devisenmarkt stark beachtete Einkaufsmanagerindex für die Eurozone war sogar deutlich stärker als erwartet gestiegen.

Nach Einschätzung von Experten der Allianz lässt die jüngste Stimmungsaufhellung auf eine sachte konjunkturelle Erholung schließen. "Nach eineinhalb Jahren könnte sich die Wirtschaft im Euroraum im zweiten Quartal aus der Rezession befreien", so die hoffnungsvolle Analyse. Dagegen spielten schwache Konjunkturdaten aus China am Devisenmarkt kaum eine Rolle. Während die Aktienmärkte zum Teil starke Verluste einfuhren, konnten die schlechten Daten aus China die Nachfrage nach der Gemeinschaftswährung nur zwischenzeitlich dämpfen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85515 (0,85570) britische Pfund, 131,07 (133,26) japanische Yen und 1,2486 (1,2599) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.380,50 (Vortag: 1.408,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34.000,00 (33.910,00) Euro. (APA, 23.5.2013)

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