Sanochemia kehrt in Gewinnzone zurück

22. Mai 2013, 08:45
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Der Konzerngewinn belief sich auf 768.000 Euro. Neues Kontrastmittel soll USA-Verkäufe anschieben

Wien - Der börsenotierte Wiener Pharmakonzern Sanochemia ist nach roten Zahlen im vollen Geschäftsjahr 2011/12 im ersten Semester des heurigen Geschäftsjahrs wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im ersten Halbjahr 2012/13 (per Ende März) hat sich laut Unternehmensangaben der Konzerngewinn auf 768.000 nach 306.000 Euro im ersten Halbjahr 2011/12 mehr als verdoppelt. Der Konzernumsatz erhöhte sich leicht auf 16,7 (16,5) Mio. Euro.

"Wir sehen uns mit diesem erfreulichen Resultat auf gutem Weg, die Umsatzverluste des Vorjahres wieder wettzumachen", so CEO Werner Frantsits, und kündigt an, in den aufstrebenden Märkten die Vertriebskanäle weiter ausbauen und die Zulassungsaktivitäten intensivieren zu wollen. Das Umsatzziel in den Schwellenländern bleibe überdurchschnittlich.

Radiologie-Export läuft gut

Der Vorstand bekräftigt heute die Zielsetzung für das Geschäftsjahr, ein operatives Umsatzwachstum von rund 10 Prozent auf 33 Mio. Euro und ein positives Betriebsergebnis (EBIT) zu erreichen. 2011/12 schrumpfte der Umsatz auf 30,2 Mio. Euro, das EBIT lag mit 0,7 Mio. Euro im Minus. Im Halbjahr lag das Betriebsergebnis heuer bei 1,5 Mio. Euro.

Die Kontrastmittel der Tochter Alvetra & Werfft GmbH haben laut Unternehmensangaben wesentlich zum positiven Ergebnis beigetragen. Erfreulich habe sich auch die Entwicklung im Radiologie-Export gezeigt, wo insbesondere in Asien deutlich mehr Umsatz eingefahren wurde.

Preiserhöhungen durchgesetzt

Alle operativen Segmente bilanzierten zum Halbjahr positiv. Es sei auch gelungen, Preiserhöhungen für einige Produkte durchzusetzen. Abgrenzungen für Zinsaufwendungen im Hinblick auf Anleiheverbindlichkeiten führten zu einem negativen Ergebnis aus der Finanzierungstätigkeit von 406.000 (247.000) Euro.

In den Exportmärkten für Radiologie ortet Sanochemia eine leichte Entspannung. Die in Asien erzielten Umsätze hätten bereits eine Umsatzgröße von fast einer Million Euro erreicht.

Schwaches Europa-Geschäft

Die europäischen Märkte bewegen sich dagegen im Minus, die Ausfälle in Europa sollen durch verstärkte Exportaktivitäten in Asien und der MENA-Region kompensiert werden. In Russland werde die soeben erhaltene Zulassung von Scanlux in einer zusätzlichen Konzentration noch im laufenden Geschäftsjahr den erwarteten Umsatzschub bringen, heißt es.

In Kürze will Sanochemia das MR-Kontrastmittel zur Zulassung am US-Markt einreichen. Verhandlungen mit einem US-Vertriebspartner wurden bereits aufgenommen. Die Wachstumsperspektiven im Veterinärmarkt werden als hervorragend bezeichnet. Für den am weitesten vorangeschrittenen Produktkandidaten Cyclolux, ein Kontrastmittel für die Magnetresonanz-Tomografie, ist die Zulassungseinreichung für Sommer 2013 geplant. Weitere Produkte befinden sich in der Entwicklung, darunter Spezialpharmazeutika für die Krebsdiagnostik. Für Secrelux wurde eine erste internationale Vertriebspartnerschaft abgeschlossen, teilte Sanochemia weiter mit. (APA, 22.5.2013)

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