Reform der Lehrerausbildung

21. Mai 2013, 18:17
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Eckpunkte der reformierten Lehrerausbildung sind ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren, eine vierjährige Bachelor-Ausbildung sowie ein ein- bis eineinhalbjähriges Masterstudium für Lehrer aller Schulstufen und eine einjährige Berufseinführung an der Schule durch einen erfahrenen Mentor, auch Induktionsphase genannt.

Derzeit gibt es Aufnahmeverfahren nur für jene Lehrer, die an den Pädagogischen Hochschulen (PH) ausgebildet werden (Volks-, Haupt-, Sonder-, Berufs- und Polytechnische Schule). Künftig sollen auch die Universitäten, bisher zuständig für die Ausbildung der Lehrer an AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), ihre Lehramtsstudenten vorab selektieren können: Das Lehramtsstudium bereite auf einen konkreten Berufseinsatz vor, das Studium müsse daher eine bewusste Entscheidung für den Beruf sein.

Wer das objektivierte, mehrstufige Aufnahmeverfahren schafft, muss zunächst ein vierjähriges Bachelorstudium absolvieren. Für Volksschullehrer findet die Ausbildung dabei sowohl im Bachelor- als auch Masterstudium an den PHs statt.

Im Sekundarbereich wird in den allgemeinbildenden Fächern de facto künftig nicht mehr nach Schultypen (Hauptschule / Neue Mittelschule, AHS, BMHS) ausgebildet, sondern für die Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen.

Die Ausbildung kann entweder an einer PH, an einer Uni oder in Kooperationen der beiden Hochschulen "unter Achtung bestehender Kompetenzen" stattfinden, wobei beim Master-PH verpflichtend mit einer Uni kooperieren müssen. Generell ist der Master künftig Voraussetzung für eine Fixanstellung, er kann allerdings auch berufsbegleitend während der Induktionsphase absolviert werden. (red, DER STANDARD, 22.5.2013)

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