United-Internet-Chef: Neue Geschäftsfelder auch 2014 mit Verlust

21. Mai 2013, 16:38
posten

Planmäßige Anlaufverluste mit Webseiten-Bausätzen und De-Mail

Der Internetdienstleister United Internet wird auch 2014 Millionen in die Vermarktung der Webseiten-Bausätze  und die sichere De-Mail schießen. "Auch im nächsten Jahr werden wir noch plangemäß Anlaufverluste schreiben - sowohl bei DIY als auch mit De-Mail", sagte Unternehmenschef Ralph Dommermuth am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Aber sie werden weiter sinken." 2012 waren es 112 Mio. Euro, in diesem Jahr sollen es noch 75 Mio. Euro sein. Die Verluste entstehen in erster Linie aus den hohen Ausgaben für Werbung.

40.000 Neukunden

In den ersten drei Monaten des Jahres gewann United Internet 40.000 Kunden für die Webseiten-Bausätze. "Mit der Entwicklung bei DIY bin ich zufrieden", sagte Dommermuth. "Wir haben ja noch drei Quartale, um die Kundenzahl wie geplant auf 600.000 zu steigern. Das zweite Quartal ist gut gestartet. Wir sind guter Dinge." Auch die Zahl von einer Million Kunden für DIY sei erreichbar. "Sie kommt aber nicht über Nacht."

Das DIY-Produkt konkurriert mit Kostenlos-Angeboten. Dommermuth sieht seine Stärken darin, dass DIY verschiedene Funktionen bereit hält, um beispielsweise die Sichtbarkeit der Seite in Suchmaschinen zu optimieren, in gewerblichen Telefonbüchern aufzutauchen und Facebook auf der Seite einzubauen. United Internet ist mit seinen Anwendungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien und den USA aktiv, seit Jänner auch in Mexiko.

Marketingoffensive soll weitergehen

Das Geschäft basiert auf Abonnements und es dauert laut Dommermuth einige Jahre, um einen profitablen Kundenstamm aufzubauen. Mit einem Stopp der intensiven Werbung könne die Sparte augenblicklich in die schwarzen Zahlen kommen. Dommermuth glaubt aber an den Erfolg der Marketingoffensive und macht weiter.

Auch mit dem zweiten Hoffnungsträger, der sicheren E-Mail, will Dommermuth jetzt durchstarten. "Eine halbe Million Kunden für De-Mail bis Jahresende können wir ohne Probleme schaffen. Wir haben erst im März begonnen", sagte er. "Sicherheit im Netz ist ein großes Thema in der Öffentlichkeit. Das Bedürfnis, vertrauliche Daten sicher über E-Mail verschicken zu können wird in Zukunft weiter zunehmen." (APA, 21.5.2013)

Share if you care.